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 Griechische Mythologie
 
 

Nymphen

(griech. „junge Frau”, „Braut”) In der griechischen Mythologie sind diese viele weibliche Nebengottheiten, besonders des wässrigen Elements.

Die Nymphen sind Personifikationen des Lebens und der freien Natur. Viele von ihnen gelten als Töchter des Zeus, andere entstammten mit den Erinnyen und den Giganten dem auf die Erde Gaia tropfenden Blut des von Kronos entmannten Uranus, diese Nymphen werden Meliae genannt.
Gern stellen die Tritones, Satyroi oder die Silenoi den Nymphen nach, die ihrerseits Begleiter der Götter und häufig deren Ammen waren.

Den Nymphen wurde beständige Jugend nachgesagt, unsterblich sind sie jedoch nicht. Die Lebensspanne wird dabei auf 9720 oder 933120 Jahre veranschlagt, wobei die Nymphe zehnmal solange wie ein Phönix, der neunmal solange wie ein Rabe, der dreimal solange wie der Hirsch, der viermal so lange wie die Krähe und die neun Menschenleben, das 96 Jahre währe, leben solle (nach HEDERICH 1996, Sp. 1750).

Die Nymphen können gleichviel gut zu den Menschen sein wie bösartig und wild. Wunderschön von Ansehen und Duft gedacht zeigen die Nymphen zwar ihre verführerischen Reize, stillen aber nicht das geweckte Verlangen.

HEDERICH gibt folgende Übersicht (verändert):

I. Coelesteshimmlische Nymphen, die den Himmelsstreifen bevölkern
II. Terestresirdische Nymphen, bzw. Epigei (landlebende), die ihrerseits weiter unterschieden werden:

III. Ephydrides, Ephydriadesoder Aquaticae (Wassernymphen), zu unterscheiden sind:

(nach HEDERICH, Sp. 1750f., 1008, 1795)

Weitere Gruppen von Nymphen sind unter anderen die Abarbarbaraeae, die Atlantiden. Auch die Hesperiden, die Hyaden und die Plejaden werden zu den Nymphen gerechnet.

Einzeln genannte Nymphen sind Daphne, Echo, Kallisto, die Kalypso oder die Syrinx.

Naturgeister gibt es in Mythologien wohl aller Kulturkreise. Ähnlich den griechischen Nymphen sind beispielsweise die slawischen Vilen und ganz allgemein albische Wesen aller Art (z. B. Feen).

 

Sammlung von Nymphen

Abarbarbarea, eine Najade
Akakallis, mit Apollo Mutter des Phylacis und des Philander, auch des Naxus
Amalthea Amme des Zeus
Brettia
Cyance, eine asiatische Nymphe, die von Miletus Mutter des Kaunus und der Byblis wurde
Cyrno (mit Zeus Mutter des Cyrnus)
Echo (Mutter der Jambe)
Ephydatia war jene Nymphe, die den Hylas raubte, den Liebling des Herakles.
Eurydike, die Gattin des Orpheus
Kallisto wurde in eine Bärin verwandelt und als Sternbild an den Himmel versetzt.
Kalypso - bei ihr lebte der Odysseus
Kelaino (Pleiade)
Cercyra, Tochter des Flusses Asopus, ist von Poseidon Mutter des Phäax.
Kyrene, die von Apollo zur Nymphe gemacht wurde
Krataeis (Mutter der Skylla)
Kyllene (Nach ihr heißt ein Berg in Arkadien.)
Meliae, die Eschennymphen denen das Menschengeschlecht entstammen soll
Menthe (Geliebte des Pluto)
Ornea eine Nymphe, die als Namensgeberin der Stadt Ornea gilt.
Orseis (Mit Hellen Stamm-Mutter der Hellenen)
Othreis (Mutter des Terambus)
Pluto (von Zeus Mutter des Tantalos, sie ist eine berecynthische (?) N.)
Psamathe
Thoosa, Tochter des Phorkys ist von Poseidon Mutter des Polyphem (HOMER, Odyssee, 1.70f.)
Rhode wurde Frau des Helios, der nach ihr Rhodos benannte (PINDAR, Olymp. 7.54ff.).

Die drei Nymphen Theisoa, Neda und Hagno sollen in Kretea im Lykaiongebirge den jungen Zeus aufgezogen haben (PAUSANIAS, Arkadien, 38).

 

Die Nymphen in Begleitung des Gottes Pan sollen für die Seelen stehen, was sehr passend sei, da jede Seele der Führung ihrer jeweiligen Natur folge und Pan die Natur in ihrer Gesamtheit verkörpere (BACON, Die Weisheit der Alten, S. 25).