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 Griechische Mythologie
 
 

Okeaninen und Okeaniden

(Okeanines und Okeanides) Unter diesen Namen werden die zahlreichen Kinder des Okeanos und der Tethys zusammengefaßt. Okeanines sind dabei weibliche Nymphen, Okeanides männliche Flüsse. Jeweils soll es dreimal tausend von ihnen geben.

Ihre Abstammung von den uralten Göttern Okeanos und Tethys legt nahe, daß einige der Okeaninen älteste, noch vorgriechische Göttinnen sind. Insbesondere bei HESIOD finden sich viele Namen großer Göttinnen unter den genannten Okeaninen (KERÉNYI , 39).

Nach HESIOD heißen die (allesamt männlichen) „wirbelnden Ströme” Nil, Alpheios, Eridanos, Strymon, Maiandros, Istros, Phasis, Rhesos, Acheloos, Nessos, Rhodios, Haliakmon, Heptaporos, Grenikos, Aisepos, Simoeis, Peneios, Hermos, Kaikos, Sangarios, Ladon, Parthenios, Euenos, Ardeskosund Skamandros (Theogonie, 337-345).

Die Töchter hingegen lassen auf Erden im Bund mit dem Herrscher Apollon und den Flüssen Männer heranwachsen, denn dieses Amt erhielten sie von Zeis. Die ältesten dieser Töchter heißen Peitho (die Überredung), Admete (die Unbesiegte), Ianthe (die Veilchenfarbige), Elektre (die Goldhelle), Doris („die Schenkende”), Prymno (die am Bergfuß Geborene), Urania (die Himmlische), Hippo (Pferdefreundin), Klymene („die Ruhmreiche”), Rhodeia (die Rosenschöne), Kallirhoe (die schön Strömende), Zeuxo (die Verbindende), Klytie (die Berühmte), Idyia (die Kluge), Pasithoe (die Allschnelle), Plexaure (die Luft Schlagende), Galaxaure (die Luft milchig Machende), Dione, Melobosis (die Schafe Nährende), Thoe (die Rasche), Polydore (die Vielschenkende), Kerkeis (die mit dem Webschiffchen), Pluto (die Wohlstand Schenkende), Perseis, Ianeira (die Männer Labende), Akaste (die Unermüdliche?), Xanthe (die Blonde), Petraie (die Felsige), Menestho (die Ausdauernde), Europe, Metis („die Sinnreiche”), Eurynome („die weithin Geltende”), Telesto (Vollenderin), Chryseis (die Goldene), Asie, Kalypso, Eudore (die Wohlschenkende), Tyche (die das Gute treffen läßt), Amphirho, Okyrhoe (die Raschfließende) und Styx, es soll aber noch weit mehr geben, insgesamt dreimal tausend schlankfüßige Okeanostöchter. Auch der vorgenannten Söhne sollen es so viele sein (Theogonie, 346-367)

Einzelne mit weiteren Angaben sind Admete, Doris, Elektra, Eurynome, Harpyia, Iris, Klymene, Metis, Nike, Seirenes, Styx, Tyche, Xantho oder Zeuxo.