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| Griechische Mythologie | |
Nachdem Herakles zu Tirynth dem Wahnsinn verfallen war und dabei den Iphitus von den Mauern gestürzt hatte, mißlang die Aussöhnung mit dessen Vater Eurytus. Herakles siechte darum dahin und suchte endlich das Orakel von Delphi um Ratschluß auf. Herakles wird auferlegt, sich für drei Jahre in die Sklaverei verkaufen lassen, den Erlös solle Eurytus zur Versöhnung bekommen.
So gerät Herakles zu Omphale, einer Königin von Lydien, die den Herakles dem Hermes abkaufte.
Omphale, die Tochter des Königs Jardan von Lydien (oder Mäonien) wurde nach dem Tod ihres Gatten Timolus Königin. Von ihrer Regierung wird erzählt, daß sie dafür gesorgt habe, daß die Töchter vornehmer Familien einfache Knechte freien sollten. Auch habe sie ihre Liebhaber, meist Gäste aus fremden Ländern, hinrichten lassen.
Bei Omphale war Herakles gut untergebracht. Während seiner Zeit bei ihr konnte er die Kerkopen fangen, den Tyrannen Syleus erschlagen und die Itonen beseitigen. Als weitere Tat erschlug er am Fluß Sagaris eine riesige Wasserschlange, die noch heute als Sternbild sichtbar ist.
Sonst lebten Herakles und Omphale recht vergnügt miteinander, ihrer Verbindung entstammten Lamon (Lamedes) und Agleus. Auch der Tyrrhenus soll ihr Sohn sein. Dabei war ihre Beziehung insoweit ungewöhnlich, als Herakles Schmuck und Frauenkleidung trug und dabei sogar zu spinnen begann, Omphale hingegen seine Löwenhaut trug und die Keule schwang.
Einmal fand auch der Gott Pan Gefallen an der Omphale. Heimlich schlich er sich an das Bett, doch als er die Löwenhaut fühlte, ließ er von ihr, als dem vermeintlichem Herakles ab und wandte sich der anderen schlafenden Person zur. Als er sich wegen des Frauenputzes am Ziele wähnte, erwachte Herakles und stieß ihn von sich, wovon auch Omphale erwacht und beide den gescheiterten Liebhaber unter Gelächter entlassen.