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| Griechische Mythologie | |
In der griechischen Mythologie ist er ein berühmter Jäger. Orion war ein Sohn des Poseidon und der Euryale (HOMER, Odyssee 5.121ff.). Jagdhunde Hunde begleiten ihn, die bekanntesten sind Sirius und Procyon.
Doch gibt es über seine Herkunft noch andere Berichte. Nach einem wandelten die Götter Zeus, Poseidon und Hermes auf Erden und gelangte nach Böotien, wo sie zu Tenagra von dem Hyrieus freundlich empfangen wurden. Der durfte sich als Lohn seiner Gastfreundschaft von den Göttern etwas wünschen und Hyrieus erbat sich einen Sohn. Die Götter nahmen daraufhin die Haut des Opferstieres, in welche sie ihren Urin ließen. Dieses Präparat begruben sie in der Erde, und als Hyrieus nach neun Monaten nachgrub, fand er darin den Orion. Sein eigentlicher Name war in Böotien vormals Candaon, nach dieser Geschichte wurde sein Name über Urion (von griech. pissen, HEDERICH, Sp. 1802) zu Orion.
Auch die Brylla wird als Mutter genannt, der Vater ist dann Poseidon.
Außer den oben erwähnten Sirius und Procyon hielt sich Orion, der zum begeisterten Jäger wurde, noch zahlreiche weitere Hunde, Arktophonus, Cissetas, Dromis, Lampurius, Leukomelaena, Lykoktonus, Maera, Ptoophagus und andere mehr.
Gattin des Orion war die Side. Die rühmte sich ihrer Schönheit derart, daß sie Hera in die Hölle hinabstieß. Nach ihrem Tode gelangte Orion, der von riesenhafter Größe war, über das Wasser wandelnd (Eine Gabe, die er von Poseidon erhalten hatte), auf die Insel Chios, wo er sich in die Merope (oder Haero), die Tochter des dortigen Königs Oinopion verliebte. Aber der Vater wies den Freier ab. Betrunken vergewaltigte Orion die Begehrte, woraufhin ihn Oinopion zur Strafe dieses Verbrechens blendete, als er seinen Rausch ausschlief. Den hatte Orion sich angesoffen, als Oinopion den Dionysos um Hilfe bat, der ihm seine trinkfreudigen Satyrn sandte.
Es heißt auch, dieser Oinopion sei der Stiefvater des Orion gewesen und Merope seine Tochter, nach anderen seine Gattin. Das Ergebnis, Vergewaltigung und Bestrafung durch Blendung, bleibt indes gleich.
Blind ging Orion zum Orakel, um ein Mittel zu erfahren, sein Augenlicht wiederherzustellen. Er sollte Richtung Osten gehen, daß ihm die Sonne beständig in die Höhlen scheine. Um die Richtung zu halten, begab sich Orion zur Schmiede des Hephaistos, die er wegen der Geräusche der ausfindig machen konnte. Einen der dort tätigen Kyklopen, Cedalion, nahm er auf seine Schultern, daß der ihm den Weg weise, und so begaben sie sich in Richtung Sonne, bis er wieder sehen konnte.
In den schönen Jäger verliebte sich die Morgenröte Eos, die ihn nach Delos entführte.
Um den Tod des Orion ranken verschiedene Mythen. Nach einer Geschichte liebte ihn die Göttin der Jagd, Artemis, die ihn aus Versehen tötete, als der eifersüchtige Apollo sie überredete, einen Pfeil nach Orion zu schießen, als der über den Meeresgrund lief und nur weniges von ihm zu sehen war. Oder die Göttin verdroß es, daß er alle wilden Tiere jagen, sogar ausrotten wollte. Sie schickte ihm einen gewaltigen Skorpion nach, dessen Stich Orion tötete, was sie auch aus Eifersucht wegen der Eos getan haben soll.
Nach seinem Tod setzte Orion in der Totenwelt Hades seine Jagd fort oder aber er wurde als Sternbild Orion an den Himmel versetzt, wo die Jagd anhält. Denn Merope war auch eine der Pleiaden. Deren Mutter Pleione, Gemahlin des Atlas, wurde samt ihrer Töchter von Orion sieben Jahre lang verfolgt, ehe Zeus die Jagd beendete, indem er sie als Siebengestirn an den Himmel versetzte. Dabei verfolgt ihren Verfolger seinerseits das Sternbild Skorpion. In Begleitung des Orion sind zwei seiner Jagdhunde, der große Sirius und der kleine Proycyon.
Das Sternbild Orion und die Plejaden erwähnt auch die Bibel in Hiob 9,9 und Orion wird mit manchem biblischen Helden identifiziert. So sei er der Jäger Nimrod, der Joshua oder der Isaak, aus dem Neuen Testament der Josef, Gatte der Maria (HEDERICH, Sp. 1803).
