Das Schwarze Netz - zum Anfang< zurück
 Griechische Mythologie
 
 

Palaemon

Der als Melicerta geborene ist der Sohn des Athamas, einem König in Boötien, seine Mutter ist die Ino, die Tochter des Kadmus.

Das Familienglück endete tragisch. Eines Tages fiel Athamas dem Wahnsinn anheim, rasend hielt er Frau und Kind für Löwen, die er sogleich zu töten trachtete. Er tötete den Learchus, die anderen konnten zunächst fliehen, doch auf der Flucht stürzten sie ins Meer.
Eine andere Version der Geschichte hält Ino für die wütende, die erst ihr Kind in einem Kessel kochte und sich dann samt gesottenem Melicerta vom Felsen Molurius herab der See überantwortete.

Aber das Schicksal war Mutter und Kind hold. Weil Ino die Enkelin der Göttin Aprodite (Venus) war, intervenierte die Göttin beim Meergott Poseidon (Neptun), der beide unter die Meeresgötter aufnahm, ihnen neue Gestalt gab und ihre Namen in Leukothea und Palämon änderte. Palämons Körper wurde von einem Delphin in die Meerenge von Korinth verbracht.

Hier fand ihn der König Sisyphus, der ihn begraben ließ und zu seinen Ehren die Isthmischen Spiele begründete und ihm auf dem Isthmus einen Tempel errichten ließ, indem man Palämon als Meergott, der sich den auf hoher See bei Sturm in Not geratenen annahm, verehrte und ihm Manna und Räucherwerk opferte. In seinem Heiligtum auf der Insel Tenedos sollen ihm sogar Kinder geopfert worden sein.

Die Römer verehrten ihn als Portumnus.

 

Ein anderer Palaemon ist einer der zahlreichen Söhne des Königs von Troja, Priamos.