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| Griechische Mythologie | |
(gr. Quellroß, lat. Pegasus) Ein geflügeltes Pferd der griechischen Mythologie.
Von Poseidon schwanger gebar die sterbende Gorgone Medusa den Chrysaor und den Pegasos, nachdem Perseus ihr das Haupt abgetrennt hatte. (HESIOD, Theogonie, 278-282)
Wo Pegasos Hufe auf die Erde stampften, entsproß an der Stelle eine Quelle. Als die Musen auf dem Helikon ihren Gesang erschallen ließen, genoß dieser Berg das derart, daß er vor Vergnügen in den Himmel wachsen wollte. Auf Geheiß des Poseidon versetzte Pegasos ihm mit den Hufen eins auf das Haupt und an der Stelle sprudelte fortan die Hippokrenquelle. Von daher gilt Pegasos als ein Musen- und Dichterroß (die Vorstellung von Pegasus als Dichterpferd ist allerdings nicht antik, sondern sehr viel jünger, SCHÖNBERGER, A. 80).
Mit Hilfe von Athene oder Poseidon gelang es Bellerophontes, den Pegasos an der Pirenequelle bei Korinth zu fangen.
Auf ihm konnte Bellerophontes die Chimaira besiegen. (Theogonie, 325) Auch über die Amazonen siegte er mit seiner Hilfe. Erst als Bellerophon gen Himmel reiten wollte, warf Pegasos ihm ab.
Bei HESIOD heißt es, Pegasos sei zu den Unsterblichen gekommen und bringe Zeus Donner und Blitz herbei. /Theogonie, 282-286)
Eine Sternsage besagt, Zeus habe Pegasos als Sternbild Pegasus an den Himmel versetzt.
Für den englischen Philosophen FRANCIS BACON (1561 bis 1626) enthält die Sage von Medusa, deren Haupt das Dichterroß Pegasos entsprang, Weisheiten der Kriegführung. Pegasos stehe allegorisch für den Ruhm der kühnen Tat, das am Schild befestigte Medusenhaupt lähme den Feind, der den siegreichen Feldherrn zu fürchten habe Die Weisheit der Alten, 31).
Fliegende Pferde gibt es mehrere in den Mythologien, zum Beispiel das nordische Pferd Sleipnir.