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| Griechische Mythologie | |
Er ist einer der Kentauren, der auf dem Berg Pholoe in einer Höhle lebte. Er gilt als Sohn des Silenus, einem Begleiter des Dionysos und der Nymphe Melia.
Dem für seine Gerechtigkeit und Gastfreundschaft berühmten Pholus hatte einst der Weingott Dionysos selbst ein Faß Wein geschenkt. Allerdings durfte der Kentaur es erst dann öffnen, wenn ihn der Herakles aufsuchen würde. Endlich kam dieser und gemeinsam begannen sie den Trunk.
Allerdings hatte bereits die anderen Kentauren auf dieses Ereignis gewartet und kamen, angelockt vom Duft des Weines, in Mengen zur Höhle des Pholus und bedrängten die Trinker. Denn in einer Version der Geschichte gehörte das Faß allen Kentauren gemeinsam und Pholus mußte es öffnen, da Herakles, anders als er selbst, zum Essen einen Trunk verlangte.
Herakles stemmte sich den heranrückenden Kentauren entgegen und im entbrennenden Kampf tötete er von ihnen Amphion, Argeus, Daphnis, Dupo, Hippotion, Isopleus, Melanchaetas, Oreus, Phrixus und Thereus.
Pholus begrub die Toten, doch als er einem einen Pfeil aus der Wunde zog, verletze er sich ungeschickterweise selbst dabei, daß er sterben mußte. Herakles begrub ihn unter dem Berg, der seitdem nach seinem ehemaligen Bewohner Pholus hieß.
Weil Pholus zu Lebzeiten ein bedeutender Wahrsager war, der die Eingeweide der Tiere zu lesen verstand, wurde er als Sternbild an den Himmel versetzt.
Unklar bleibt, ob Pholus identisch mit dem Kentauren Pholus ist, der bei der Hochzeit des Peirithous zu den randalierenden Gästen gehörte und aus dem entbrennenden Kampf gegen die Lapithen flüchten konnte.