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| Griechen - Literatur | |
Für viele der größte griechische Lyriker. Geboren wurde er 518 v. Chr. in Kynoskephalai, gestorben ist er 438v. in Athen. Pindar entstammte dem Aristokratengeschlecht der Aigeiden. Seine Dichtung errang zahlreiche Preise. Darin besang er die Taten der von ihm aufgesuchten Könige und Herrscher, denn er war mit vielen Nobilitäten seiner Zeit wohl bekannt. In diese Preisungen, etwa von Siegen bei den olympischen Spielen, eingebettet sind tief religiöse, mit vielen moralischen Betrachtungen versehene Metaphern, Gleichnisse und Gotteslob, die dem Zuhörer einiges an eigener Phantasie abverlangt.
Pindar selbst führte seine Dichtung auf direkte göttliche Eingebung zurück und beschreibt sich selbst als Prophet der Musen, deren herrliche Wirkung er in höchstem Tonfall preist.
Obwohl aus begütertem Hause, dichtete Pindar auf Bestellung und gegen Honorar, was er auch nicht verhehlte — und was einer verbreiteten Ansicht widerspricht, die alten Griechen seien insgesamt schöngeisternde Müßiggänger gewesen, welche allein von ihrer Sklavenhaltung lebten. (LAMER, 734)