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| Griechische Mythologie | |
(Pythien, Pythnien) Eines der vier großen altgriechischen panhellenistischen Nationalfeste. Der Überlieferung zufolge wurden die Pythischen Spiele von Apollon in Delphi gestiftet. Er hatte Python, bis dahin Hüter Delphis, getötet und seine Stelle eingenommen.
Den Python hatte die Göttin Hera, Gattin des Zeus, auf die Leto gehetzt, die von Zeus schwanger war. Leto konnte jedoch gebären und ihr Sohn Apollo streckte den Drachen mit tausend Pfeilen nieder. Zum Gedenken dieser Tat setzte Apollo die Pythischen Spiele ein.
Zur Zeit dieser Einsetzung gab es dem Mythos zufolge noch keinen Lorbeerstrauch. Statt des später als Preis bei den Spielen üblichen Lorbeers erhielten die Sieger eine Kranz von Eichenlaub (OVID, Metamorphosen I,445-452).
Die Pythischen Spiele wurden bis ins 4. Jahrhundert zu Ehren des Apollon gefeiert. Zuerst alle acht, ab 582 vor alle vier Jahre, jeweils im 3. Jahr einer Olympiade.
Einer der Sieger, Polyzelos, stiftete die berühmte Statuer des Wagenlenkers.
In der Anfangszeit waren es rein musikalische Wettkämpfe. Später kamen Athletik und Pferderennen, Gesang, Drama und Rezitation hinzu.