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 Griechische Mythologie
 
 

Rhea

(Rheia) Sie ist eine griechische Göttermutter.

Rhea ist die Tochter der Gaia und des Uranos (HESIOD, Theogonie, 133-135).

Sie ist Schwester und Gattin des Kronos und mit ihm die Mutter der Hestia, der Demeter und der „goldbeschuhten” Hera, des Hades, des Erderschütterers Poseidon und des Zeus (= die Kroniden). (Theogonie, 453-459)

Rheas Mann Kronos fürchtete, von seinen Kinder gestürzt zu werden und verschlang diese daher gleich nach der Geburt. Rhea bat ihre Eltern um Hilfe, welche sie zum Gebären nach Lyktos auf Kreta schickten. Dort verbarg Rhea ihren jüngsten Sohn Zeus in einer Höhle am Berg Aigaion. Rhea wickelte nun einen Stein in Windeln und gab diesen statt des Sohnes ihrem Mann zu schlucken. (Theogonie, 460-490)

Endlich, als Zeus geboren war, täuschte Rhea ihn indem sie ihm statt des Kindes den in Windeln gewickelten Stein Abadir übergab und so überlistete. Den Ort dieses Geschehens zeigte man in der Antike in der böotischen Stadt Chaeronea (PAUSANIAS, Böotien, 41.6).
Zeus wuchs auf und trat die Nachfolge seines Vaters an.

„Die Leser der heiligen Bücher des Orpheus kannten eine Erzählung, wonach Phorkys, Kronos und Rhea die ältesten Kinder des Okeanos und der Thetys waren, die ihrerseits von der Erde und dem Himmel oder (...) von der unteren und oberen Hälfte des Ur-Eis abstammten.” (O. KERN, Orphicorum fragmenta, 16, z. n. KERÉNYI, 39)

Die Priesterschaft der Rhea waren die Kureten.

In späterer Zeit wurde Rhea der phrygischen Kybele gleichgesetzt.

Ein Titel der Rheia Koronis ist Hygieia. Hygieia bezeichnete eine ihrer beiden Brüste, die andere hieß Panakea. Sie spendeten die nährende und heilende Milch. Erst später wurden Hygieia und Panakea Töchter des heilkundigen Gottes Asklepios.

Ein kleinasiatischer Name der Großen Mutter Rhea ist Hipta. (KERÉNYI, 201)