| < zurück | |
| Griechische Mythologie | |
Er war der Sohn des Zeus und der Europa, bzw. Adoptivsohn des Asterios, und Bruder des Minos. Mit dem stritt er um die Herrschaft über Kreta und mußte vor ihm fliehen. So ließ er sich in Kleinasien nieder, wo er den Ciliciern gegen deren Feinde zu hilfe kam und dafür die Landschaft Milyas erhielt. Dort nahm er den vor seinem Bruder Aegeus, dem König von Athen, flüchtigen Lykus auf und die Landschaft hieß später nach dem Lykien.
Er war ein Liebling des Gottes Zeus, der ihm die dreifache Lebensspanne eines normalen Menschen schenkte.
Sarpedon soll auch vom schönen Sohn des Apollo, Miletus, unter allen Söhnen Asterions bevorzugt worden sein und mußte deshalb außer Landes fliehen. Dem Miletus riet er, sich nach Karien zu begeben, wo der die Stadt Milet gründete.
Sohn des Sarpedon ist der Evander, sein Enkel der folgende:
Ein weiterer Sarpedon ist der Enkel des vorgenannten und Sohn Evanders und der Deidamia. Es soll auch Zeus sein Vater gewesen sein, die Mutter die Laodamia, die Tochter des Bellerophon oder, nach anderer Lesart, Isander und Laodamia. Seine Mutter hatte noch zwei weitere Brüder, die gern dem ersten Sarpedon als Herrscher über Lykien nachgefolgt wären. Da sie sich nicht einigen konnten vereinbarten sie, es solle der Herrscher werden, der es vermochte, einem Kinde einen Pfeil durch einen auf dessen Brust liegenden Ringes zu schießen, ohne daß dem ein Leid geschehe (vgl. Egil, Wilhelm Tell oder den hl. Olaf). Allein, es fand sich niemand, der seinen Sprößling zu dieser Prüfung hergeben wollte.
Freiwillig entbot Sarpedons Mutter Laodamia, man möge solches Stück mit ihrem Sohne wagen. Dieser tapfere Großmut beeindruckte das Volk derart, daß es prompt den selbst zum Herrscher erwählte.
Als die Griechen vor Troja zogen, warben beide um ihn als Kampfgenossen, und Sarpedon entschied sich für die Trojaner. Seine Kampfkraft brachte die Griechen wacker in Bedrängnis, schon die Ankunft erschwerte er ihnen. Im Zweikampf mit Patroklos empfing er aber tödliche Wunden. Noch sein Leichnam wurde heftig umkämpft und fiel in die Hände der Griechen, die ihm den Waffenrock abnahmen und mit auf eines ihrer Schiffe nahmen. Doch auch dem Toten blieben die Götter gewogen und Apollo ließ den Körper mit Ambrosia einbalsamieren, der anschließend vom Tod Thanatos und dem Schlaf Hypnos in die Heimat verbracht wurde. Die Götter waren über sein Hinscheiden so in Trauer, daß Zeus den seinen verfügte, alljährlich an seinem Todestag zu fasten.
Ein dritter Sarpedon gilt als Sohn des Poseidon, er ist Bruder des Poltys. Dieser Sarpedon war ein ausgesprochen böser Mensch, den schließlich der Herakles erschlug.