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 Griechische Mythologie
 
 

Seirenes

(auch Acheloi(a)des; dt. Sirenen, Seirenen) In der griechischen Mythologie eine Gruppe böser Dämoninnen. Diese Mischwesen aus Vogel und Mädchen sind die Töchter des Flußgottes Acheloos (daher Acheloiades) und einer Muse oder sie sind Kinder des Phorkys und der Ketos.

In der Regel werden ihrer drei gezählt, Aglaophonos, Molpe und Thelxiope (Thelxiopia) oder Molpe, Pisinoe und Thelxiepia oder Leukosia, Ligea und Parthenope. Oder es sind ihrer vier, Aglaopheme, Ligea, Pisinoe und Thelxiepia.

Auf einem alten Vasenbild ist als Name einer Sirene Himeropa („die mit der sehnsuchterweckenden Stimme”) genannt. (KERÉNYI, 50)

Ihre Gestalt sollen sie erhalten haben, als die Proserpina entführt wurde. Die Sirenen gehörten zu ihrem Gefolge und suchten auf der ganzen Erde vergeblich nach der entschwundenen. Sie baten die Götter, ihnen Federn und Flügel zu verleihen, damit sie auch dem Meer vom Unglück berichten könnten. Der Wunsch wurde gewährt und die Mädchen in Vögel mit gelblichem Gefieder verwandelt, einzig ihr Kopf blieb menschlich, damit sie weiter ihren wunderbaren Gesang erschallen lassen konnten (Ovid, Metamorphosen 5.551).

Ihren Aufenthalt nahmen die Sirenen auf einer Insel, bzw. auf Klippen, die sich nach mancher antiken Ansicht in den Gewässern vor Paestum befanden. Von hier aus lockten sie mit ihrem betörenden Gesang Seeleute auf Riffe, um sie zu töten. Seit ihrem irdischen Ende befinden sich die Sirenen im Totenreich Hades.

Über dieses Ende der Sirenen gibt es verschiedene Berichte.

So heißt es, die Sirenen seien von den Musen im Sängerwettstreit besiegt worden und hätten sich daraufhin erbost ins Meer geworfen.
Oder sie ertränkten sich, als der Sänger Orpheus es den Argonauten ermöglicht hatte, an den Sirenen vorbeizufahren.

Später machte aber noch Odysseus ihre Bekanntschaft. Die Kirke warnte Odysseus und seine Gefährten vor den Sirenen. Um dem Tod zu entgehen, verstopfte Odysseus seinen Gefährten die Ohren mit Wachs und ließ sich selbst an den Mast des Schiffes festbinden und konnte so ihren betörenden Gesang unbeschadet wahrnehmen.

Die Sirenen ähneln den Harpyien.

Im Wort „Sirene” leben die Sirenen fort.

 

Wie auch Hekate oder die tanzenden Satyrn soll sich die Sirene besonders zur Mittagszeit zeigen. (JUNGBAUER i. Handwörterbuch VI, 400)