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| Griechische Mythologie | |
(gr. Sgl. S(e)ilenos Stumpfnasiger, Pl. Silenoi; lat. Silenus, Selenus) Wald- und Berggeister bzw. (in der Einzahl) wilder Walddämon der griechischen Mythologie. Silenen sind Mischwesen aus Mensch und Pferd, haben aber - im Gegensatz zu den Kentauren, zwei Beine. Dargestellt sind sie mit dem Thyrsos, dickbäuchig und glatzköpfig, mit stumpfer Nase, wulstigen Lippen und lüsternem Blick.
Der Silenos ist ein Sohn des Pan und einer Nymphe. Immer trunken ist der dickbäuchige Silenos der Erzieher und Begleiter des Dionysos, fder Anführer einer Schar von Satyrn ist.
Als er einmal besinnungslos betrunken im Garten des Midas aufgefunden wurde, gewährte der ihm Gastfreundschaft und Midas war ihm bei der Rückkehr zu Dionysos behilflich. Dankbar erwies sich der und Midas durfte sich etwas wünschen.
Ein bekannter Silen (bzw. Satyr) ist der Flötenspieler Marsyas, der im musikalischen Wettstreit dem Apollon unterliegt und grausam gemartert wird.
Wenn Silenen zu mehreren auftreten, stellen sie den Nymphen und Mänaden nach.
Die Silenen in Begleitung des Gottes Pan sollen für das Alter stehen, so wie von den Satyrn die Jugend verkörpert werde (BACON, Die Weisheit der Alten, 1991, S. 25 n. PAUSANIAS,Attika, 23,5).
Gern werden die Silenen mit den Satyrn verwechselt. Ab dem 6. Jh. v. verdrängten die Silenen die Satyrn und übernahmen mehr und mehr deren Namen.