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 Griechische Mythologie
 
 

Tereus

Ein König aus Thrakien, Sohn des Gottes Ares und der Nymphe Bistonis.

Tereus half dem Pandion, König von Athen, im Krieg gegen den König Labdakus von Theben. Das Eingreifen des Tereus war erfolgreich und Pandion gab dem Helfer seine Tochter Prokne zur Gemahlin.

Mit Prokne herrschte Tereus in Pagae (Megaris) oder Daulis, gemeinsamer Sohn war Itys.

Nach fünf Jahren Ehe war der Frieden dahin, als Tereus die Schwester seiner Gattin, Philomele, mißhandelt hatte. Die Schwestern rächten sich, indem sie den Itys zerstückelten und brieten und dem Tereus zur Speise vorsetzten. Der fragte nach seinem Sohn und erhielt von Prokne die Antwort, der sei doch bei ihm, was der Vater allerdings nicht verstand, bis ihm Philomele den Kopf des Geschlachteten entgegenschleuderte.

Wutentbrannt griff Tereus nach dem Schwert, doch flohen die Schwestern und verwandelten sich dabei in eine Schwalbe und eine Nachtigall, Tereus in einen Wiedehopf.
Es heißt, am Grab des Tereus sei zuerst ein Wiedehopf erschienen, weshalb man zu dieser Erklärung der Verwandlung kam oder man sieht darin eine Schmähung des Barbaren Tereus, da der Wiedehopf als ein besonders unreines Tier galt, das zudem langsam ist, weshalb Tereus auch die flinkeren Schwestern nicht einholen konnte.

 

Quelle: HEDERICH, Gründl. mythol. Lex., Sp. 1871f. u. 1981-83 u. 2315f.