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| Griechische Mythologie | |
(griech. Satzung, Recht; phöniz. them aufrichtig) Sie ist eine alte griechische Göttin der Gerechtigkeit und der gesetzlichen Ordnung, des Rechts und der Sittlichkeit, über deren Einhaltung sie wacht.
Themis ist Tochter des Gaia und des Uranos (HESIOD, Theogonie, 133-135) und somit eine Titanin.
Sie gilt auch als Tochter der Sonne Helios.
Im Kampf von Titanen und Olympiern (Titanomachie) stand Themis auf Seiten der Olympier. Ihr Sohn Prometheus hatte ihr dazu geraten und so ihre spätere Verbindung mit Zeus ermöglicht (AISCHYLOS, Gefesselter Prometheus, 216-218).
Laut HESIOD wurde Themis nach der Metis (Klugheit) die zweite Gattin des Zeus. Die Kinder aus dieser Verbindung sind die Horen Eunomia (gute Gesetze), Dike (Recht) und Eirene (Frieden) und, in Widerspruch zu anderer Stelle seines Werkes (217), die Moiren (Zuteilerinnen) Klotho, Lachesis und Atropus (Theogonie, 901-906).
Vor der Hochzeit soll Zeus der Themis nachgestellt haben, Themis suchte ihm zu entkommen, doch entdeckte Zeus sie an ihren Fußstapfen und machte sie bei Ichnäa in Mazedonien zu seiner zweiten Gattin.
Von ihrer Mutter Gaia übernahm Themis das Orakelheiligtum von Delphi, das später an ihre Schwester Phoibe, dann an den Apollo Loxias überging.
Einer ihrer Orakelsprüche warnte Poseidon und Zeus vor einer Verbindung mit Thetis.
Nachdem Zeus die Menschheit in der Flut ertränkt hatte, ist es Themis, die den Überlebenden Deukalion und Pyrrha das Wissen sandte, wie sie aus Steinen, den Knochen der Erde, neue Menschen schaffen konnte. So konnte die Erde aufs Neue bevölkert werden.
Themis hieß auch eine Nymphe aus Arkadien. Sie soll gleich der Mutter des Evander, Carmenta, sein.
Eine andere Themis ist mit dem Kapys Mutter des Anchises.