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| Griechische Mythologie | |
(Titanomachia, Titanenkampf) In der Mythologie der Griechen kämpfte das alte Göttergeschlecht der Titanen gegen die olympischen Götter unter Führung des Zeus.
Eine Darstellung von Kampf und Ergebnis findet sich in der Theogonie des HESIOD. Zeus hatte seinem Vater Kronos die Herrschaft entrissen. Seine Ordnung der Welt sah für einige Titanen sehr unschön aus. So mußte Atlas fortan das Himmelsgewölbe tragen, Prometheus wurde gefesselt und gequält und sein Menschengeschlecht verdorben, den Menoitios erschlug Zeus gar mit seinem Blitz. Ob diese Geschehnisse dem Titanenkampf vorangingen oder ob sie zu dessen Folgen gehörten, geht aus dem Text (bzw. der dt. Übersetzung) nicht sicher hervor. Jedenfalls währt der Krieg schon zehn Jahre, doch weder die vom Othrys aus kämpfenden Titanen noch die Götter auf dem Olymp waren bislang siegreich. Dann riet Gaia dem Zeus, die drei Hundertarmigen aus dem Tartaros zu holen, wohin Uranos seine Riesensöhne einst verbannt hatte. Man befreite die Riesen, stärkte sie mit Nektar und Ambrosia und mit ihrem Einsatz, begleitet vom Blitz des Zeus, konnten die Titanen besiegt werden. Die Unterlegenen wurden in den Tartaros verbannt und die Hundertarmigen zu ihren Wächtern bestellt.
Kurz nach Ende des Titanenkampfes gebar Gaia, die sich mit dem Tartaros in Liebe vereint hatte, als jüngstes ihrer Kinder den Typhoeus, ein Ungeheuer mit nie ermüdenden Kräften, hundert Schlangenköpfen mit Augen, aus denen Feuer schoß und die verschiedensten Stimmen ertönten, daß es den Göttern im Himmel und sogar den Titanen im Tartaros ein Grausen war. (Theogonie, 820ff)
weitere lose Sammlung:
Im Kampf stand die Titanin Themis auf Seiten der Olympier. Ihr Sohn Prometheus hatte ihr dazu geraten und so ihre spätere Verbindung mit Zeus ermöglicht:
Von allen Wegen, die ich damals vor mir sah,
Schien mir der beste, daß ich nebst der Mutter mich
Mit Zeus verband, freiwillig dem Freiwilligen.
(AISCHYLOS, Gefesselter Prometheus, 216-218)
Bei HOMER sitzen Iapetos und Kronos nach der Titanomachie an einem Ort der Finsternis, den nie die Sonne bescheint:
... und ob du im Zorn an die äußersten Enden entflöhest
Alles Lands und Meers, wo Iapetos drunten und Kronos
Sitzen, von Helios nie, dem leuchtende Sohn Hyperions,
Noch von Winden erfreut, denn tief ist Tartaros ringsum!
(Ilias 8.478-481)
Eine epische Beschreibung dieses Krieges, die Titanomachie, blieb nicht erhalten. Zugeschrieben wird sie dem Eumelos von Korinth oder dem Arktinos von Milet, noch weitere sind genannt.