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 Griechische Mythologie
 
 

Tityos

(Tityus, der Name soll sich von hebr. Tith, „Schlamm”, „mit Wasser vermengte Erde” herleiten) Er war ein Riese, dessen Vater der Zeus und dessen Mutter die Elara, die Tochter des Orchomenus war.

Als Zeus die Elara geschwängert hatte, versteckte er sie aus Furcht vor dem Zorn seiner eifersüchtigen Gattin Hera im Erdboden. Dort starb Elara, so daß Tityos bei seiner Geburt der Erde entspross (die Erde ist sonst die Gaia).

Als der Riese Tityos die schöne Leto erblickte, war er von ihr so betört, daß er versuchte, sie zu vergewaltigen. Leto rief um Hilfe und ihre beiden Kinder, Apollon und Artemis streckten Tityos mit ihren Pfeilen nieder.
Es heißt auch, Hera selbst habe Tityos zu dieser Tat angestachelt und so dessen Ende heraufbeschworen, das ihn dann durch den Blitz des Zeus ereilte.

Seine Schandtat büßt Tityos im Tartaros. Dort liegt er am Boden gefesselt, und seine immer wieder nachwachsende Leber wird von zwei Geiern zerhackt (HOMER, Odyssee 11.576f.). Seine Pein erinnert an die des Prometheus, dem ein Adler die Leber frißt.
In ihrer Tätigkeit sollen die Aasvögel inngehalten haben, als sie des Orpheus Gesang und Saitenklang vernahmen, der die Eurydike aus dem Totenreich zu holen trachtete (OVID, Metamorphosen X,40-44).

Die ganze Geschichte soll sich in Euböa bzw. zu Panopeus in Phokis abgespielt haben.
In Panopeus befand sich auch seine Grabstätte und dieser Ort heiße „Neun Plethren” - es werde also nicht unbedingt behauptet, Tityos sei neun Plethren (1 Plethron ~ 30 m) groß gewesen (PAUSANIAS,Phokis 4,5f.), wie es HOMER überliefert (Odyssee 11.577).

Es wird auch eine Europe als Tochter des Tityos genannt.

Manche Deutung sieht in Tityos den biblischen Og von Balsan.