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| Griechische Mythologie | |
(X. der Blonde, lat. Xanthus u. Balius) Es sind dieses die Namen der beiden schnellen Pferde, deren Eltern die Harpyie Podarge (Schnellfuß) und der Westwind Zephyros waren.
Diese Zauberpferde waren unsterblich und beherrschten die Sprache der Menschen. Sie waren dem König Peleus von Phtia zu seiner Hochzeit mit der Meernymphe Thetis von Poseidon geschenkt worden.
Peleus vererbte sie dem Achilleus, der sie auf den Zug gegen Troja mitnahmen, wo Xanthos ihn den nahenden Tod ankündigte. Kurz darauf nahmen die Erinyen dem Roß die Sprache.
Es gibt auch die Überlieferung, daß Xanthos und Balios ehemals zwei Giganten waren, die bei deren Kampf gegen die Olympier auf Seiten dieser Götter gestanden haben.
Xanthos heißt eines der Menschenfleisch fressenden Pferde, die Diomedes in Thrakien hielt. Eine der Aufgaben des Herakles war es, diese Pferde dem Eurystheus zu bringen.
Auch eines der vier Pferde des Hektor trägt den Namen Xanthos (HOMER, Ilias 185).
Xanthos ist auch ein Fluß in der Ebene von Troja/Kleinasien, in Personifikation gilt er als Sohn des Zeus. Als er den Trojanern gegen Achilles zu Hilfe kam, sengte der Vulkangott Hephaistos sein Wasser, so daß Xanthos den Beistand von dessen Mutter Hera erbitten mußte, die dem Hephaistos Einhalt gebot.
Xanthus wird mit diesem Namen nur bei den Göttern genannt, bei den Menschen heißt er Skamander und gilt als Sohn des Okeanos und der Tethys (HESIOD, Theogonie, 1345). Siehe auch Fluß Xanthos.
Ein weiterer Xanthos ist der Sohn des Triopas von Argos. Er zog mit einer Anzahl Pelasgier nach Libyen und von dort weiter auf die Insel Lesbos. Diese damals Isa geheißene Insel benannte er in Pelasgia um. Der Vorfall soll sich sieben Menschenalter vor der Deukalischen Flut ereignet haben.
Xanthos hieß auch einer der fünfzig Söhne des Ägyptus, den seine Braut Akarnia in der Hochzeitsnacht umbrachte.
Noch ein Xanthos war ein König der Böotier, der im Streit mit Athen dem Melanthos unterlag.
Quellen: Soweit nicht gesondert zitiert (anklickbar), folgt die obige Darstellung HEDERICH, Gründliches Mythologisches Lexikon