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| Griechische Mythologie | |
Zeus - Übersicht ![]() |
Er ist Himmels- und Wettergott, Göttervater und Orakelgott sowie Hochgott. (BELLINGER, 536)
Zeus ist der Gott, der den herbstlichen Regen bringt. (HESIOD, Werke und Tage, 415)
Seine Macht erhielt Zeus, nachdem er seinen Vater Kronos gestürzt und in den Tartarus verbannt hatte, er ist somit ein verhältnismäßig junger Gott der griechischen Götterwelt.
Die vielen Beinamen des Gottes deuten auf seine umfassende Bedeutung in etlichen Bereichen hin: Eleutherios (Freiheit), Ktesios (Haushalt), Polieios (Stadt), Soter (Erretter) oder Xenios (Gäste).
Vereehrung fand Zeus auf Berggipfeln, besonders dem höchsten Berg Griechenlands, dem Olymp. Später gab es überall im Land Zeusheiligtümer.
Gleichgesetzt wurde Zeus schon von den Griechen selbst den Hochgöttern anderer Völker, besonders dem römischen Jupiter oder dem ägyptischen Ammon.
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Die berühmteste Statue des Zeus stand in seinen Tempel in Olympia, einem der sieben Weltwunder. Das Bild schuf der berühmte Bildhauer Phidias aus Gold und Elfenbein, sie soll 30 Meter hoch gewesen sein.
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Geheiligt waren ihm die Spitzen der Berge, der Adler, Eichen und Buchen und überhaupt fruchttragende Bäume. Der Adler soll ihm deshalb besonders zugeeignet sein, weil ein solches Tier ihm gutes Vorzeichen gab, als Zeus selbst vor dem Krieg gegen die Titanen auf der Insel Naxos geopfert hatte. Eine andere Deutung sieht in der Widmung des Adlers dessen Hilfe bei der Gewinnung des Ganymedes.
Eines der bedeutensten Heiligtümer dieses Gottes stand in Olympia, wo sich in seinem Tempel ein gewaltiges Standbild des Zeus befand und das eines der sieben Weltwunder der Antike war. Dem Zeus zu Ehren wurden hier die olympischen Spiele abgehalten.
In Dodona befand sich ein wichtiges Orakel des Zeus, in dem er unter dem Namen Naios wirkte.
In Rom standen gleich mehrere dem Jupiter geweihte Tempel. Das ganze Capitolium war ihm geweiht, darin stand ein Jupiter-Tempel, den Domitian mit 12000 Talenten Gold verzieren ließ.
Hier opferte man dem Gott Stiere, deren Hörner vergoldet waren, jeweils zur Monatsmitte (Iden) brachte man ihm ein Schaf dar.
Ein gewaltiger Zeustempel, von dem Trümmer erhalten sind, stand in Baalbek, Libanon, das die Griechen als Stadt des Sonnengottes Heliopolis nannten.
Der Übergang der Herrschaft von Kronos auf Zeus wird als Übergang von den vorhellenischen zu den olympischen Göttern betrachtet, die die in Griechenland eindringenden Stämme mitbrachten.
Das antike griechische Adelsgeschlecht der Aiakiden leitete die Herkunft seiner Untertanen von Ameisen her, welche von Zeus in Menschen verwandelt worden seien und nannte dieses Volk daher Myrmidonen. (K. BETH i. Handwörterbuch, I, 465)
In manchen Tarotdecks heißt die sonst meist als Der Hierophant oder Der Hohepriester bezeichnete fünfte Karte der Trumpfreihe Zeus. Sie symbolisiert die Auslegung des göttlichen Gesetzes im Hinblick auf das persönliche Verhalten und den gesellschaftlichen Verhaltenskodex (SCOTT HOLLANDER, 49).
Quelle:
Soweit nicht gesondert angegeben folgt die Sammlung HEDERICHs Gründl. mythol. Lexikon