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 Griechische Mythologie - Zeus
 
 

Zeus - Liebesleben und Kinder

Zeus - Übersicht
- Eltern und Kindheit
- Herrschaft und Taten
- Liebesleben und Kinder
- Darstellung
- Verehrung
- Name und Beinamen
- Vermischtes
- Literaturhinweise

Dem Zeus bzw. Jupiter werden neben drei Ehen zahlreiche Liebschaften nachgesagt, denen etliche Nachkommen zugerechnet sind.

Häufig verführte der Gott seine jeweilige Auserwählte dabei in einer besonderen Gestalt, z. B. als Tier oder Regen. Vielfach gilt er als Vater von Gestalten, für die auch andere Eltern genannt sind, oft titanische Urgottheiten. Darin soll sich die Ablösung der zuvor herrschenden Religion spiegeln.

 

Gattinnen

Als seine erste Gattin gilt die Metis (HESIOD, Theogonie, 886). Weil Zeus geweissagt war, daß ein Sohn der Metis ihn selbst stürzen werde, verschlang er die schwangere. Später litt er unerträgliche Kopfschmerzen und seiner Stirn entsprang die Athene. Geburtshelfer war dabei der Hephaistos, der ihm den Schädel aufschlug.

Danach soll Zeus die Titanentochter Themis geheiratet haben. Die Kinder aus dieser Verbindung sind im einzelnen die Horen und die Chariten. (HESIOD, Theogonie, 901ff.)

Dritte rechtmäßige Gattin des Zeus war seine eigene Schwester Hera. Die eroberte er, indem er sich in einen hilflosen Vogel verwandelte. Als Hera diesen Kuckuck aufnahm, gab der Gott sich seine eigene Gestalt zurück.

Mit ihr gilt er als Vater der Hebe, der Ilithyia und der Arge. Nach HOMER wurde er von ihr auch Vater des Hephaistos (Illias, 18.395ff.), nach HESIOD auch des Ares (Theogonie, 922).

 

Uneheliche Verbindungen

Die Untreue des Zeus ist legendär, seine Gespielinnen waren Göttinnen, Nymphen und Menschenfrauen.
Als seine erste sterbliche Buhlschaft gilt die Niobe, Tochter des Phoroneus, mit der er den Argus zeugte, den Reigen seiner sterblichen Geliebten beschloß die Alkmene, die Mutter des berühmten Herakles.
Auch eine Neigung zu dem Ganymedes wird ihm nachgesagt.

Agae
Diese Gattin des Pan, der selbst Sohn des Zeus sein soll, wurde von diesem Mutter des Aegipan.

Aegina
In Gestalt des Feuers näherte er sich dieser Tochter des Asopus und der Methone. Aegina wurde daraufhin Mutter des Aiakos. (OVID, Metamorph. VI,113)

Alkmene
Mit dieser Tochter des Phoroneus zeugte Zeus den Herakles. Dabei hatte er sich in Amphitryon verwandelt, den Gatten der Alkmene. (OVID, Metamorph. VI,112)

Antiope
In einen Satyr verwandelte sich Zeus, um diese Tochter des Nykteos zu verführen. Antiope wurde daraufhin Mutter von Zwillingen (OVID, Metamorph. VI,110), Amphion und Zethos.

Asteria
Diese, die ihm noch in eine Wachtel verwandelt zu entkommen suchte, überwältigte er als Adler. (OVID, Metamorph VI,108)

Contumelia
Diese oder die Hybris soll Zeus zum Vater des Pan gemacht haben.

Danae
Diese Tochter des Akrisios schwängerte Zeus, indem er als goldener Regen auf sie herabfiel. (OVID, Metamorph VI,113) Danae gebar hernach den Perseus.

Demeter
Diese Göttin (röm. Ceres) zeugte mit dem Zeus die Persephone, die ihrerseits von Zeus Mutter des Dionysos-Zagreus wurde.

Dione
Diese soll ihm zum Vater der Aphrodite gemacht haben. siehe Dione

Elektra
Mit dieser Tochter des Atlas zeugte Zeus den Dardanus.

Europa
Die Tochter des Agenor, die Zeus in Gestalt eines Stiers entführte, gebar auf Kreta Minos, Sarpedon und Rhadamanthys.

Garamantis
sie wurde von Zeus Mutter des Jarbas

Hora
diese Nymphe bescherte ihm den Kolax.

Hybris
Diese oder die Contumelia soll Zeus zum Vater des Pan gemacht haben.

Io
Um sich dieser Tochter des Inachos nähern zu können, sandte Zeus dichten Nebel und zeugte so mit der danach von ihm in eine Kuh verwandelten Io den Epaphos. Das ist jener, der später den Phaeton zu seiner Sonnenfahrt herausforderte. (OVID, Metamorph I,588)

Jolambe
Diese machte ihn zum Vater der Thebe.

Kallisto
Diese Nymphe war Tochter des Lykaon und Zeus brachte sie zu Fall, indem er sich die Gestalt der Göttin Artemis gab. Kallisto wurde Mutter des Arkas. (OVID, Metamorph II,417ff.)

Kalyke
war Tochter des Aiolos und von Zeus Mutter des Endymion.

Karme
war Tochter des Eubulus und von Zeus Mutter der Britomartis.

Klymene
Mit dieser soll Zeus die Mnemosyne gezeugt haben, die ihrerseits von ihm Mutter der Musen geworden sei.

Klytoris
Um diese zu berücken, verwandelte sich Zeus in eine Ameise.

Leto
Mit dieser Leto oder Latona zeugte Zeus die Götter Artemis und Apollo.

Leda
In einen Schwan verwandelt zeugte Zeus mit Leda (OVID, Metamorph, VI,109), Gattin des Tyndareos, den Polydeikes und die Helena.
Dieses soll sich unter dem Gipfel des Taygetos zugetragen haben. (KERÉNYI, 86)

Maia
Mit dieser Tochter des Titanen Atlas soll er den Hermes gezeugt haben.

Mnemosyne
Ihr näherte sich Zeus in Gestalt eines Hirten (OVID, Metamorph. VI,114) und machte sie zur Mutter der Musen.
Mnemosyne selbst gilt als Tochter des Zeus, die Mutter war dann Klymene.

Niobe
Mit dieser Tochter des Elektryon zeugte Zeus den Argos, den mythischen Gründer des argivischen Reiches. siehe Niobe

Persephone / Proserpina
Diese, die OVID Deois nennt, weil sie Tochter der Demeter und des Zeus war, näherte er sich in Gestalt einer schillernden Schlange (Metamorph. VI,110), wovon sie mit dem Zagreus schwanger wurde (siehe unten, Semele).

Pluto
Mit dieser Tochter des Himas soll er den Tantalos gezeugt haben.

Protogenia
Den Aethlius zeugte Zeus mit dieser Tochter des Deukalion und der Pyrrha, die als einzige seine Flut überlebt hatten.

Pyrrha
Diese Tochter des Epimetheus wurde von ihm Mutter der Helena.

Semele
Den Weingott Dionysos gebar ihm diese Tochter des thebanischen Königs Kadmos. Sie strafte die Hera, indem Semele verbrannt wurde, doch reifte der ungeborene Dionysos im Oberschenkel des Zeus heran. (siehe oben, Persephone)

Taygete
Diese machte ihn zum Vater des Lacaedamon.

Thalia
Die Thalia wurde von Zeus Mutter der Paliken.

Ungenannte
Eine namentlich nicht weiter erhellte sithnidische Nymphe machte ihn zum Vater des Megarus.

 

„jedoch sind es die erzähleten keineswegs alle (...) Er nahm auch noch mehr Gestalten an, als erzählet worden, seinen Leidenschaften Genüge zu tun” (HEDERICH, Grdl. myth. Lex., Sp. 1410)

 
Quellen & Literaturhinweise
Die obige Darstellung folgt im wesentlichen
(Stichwort „IVPPITER”):
 
Hederich, Benjamin
Gründliches Mythologisches Lexikon
Reprographischer Nachdruck der Ausgabe Leipzig, Gleditsch 1770 der Fürstlich Fürstenbergischen Hofbibliothek zu Donaueschingen.
1996, Wissensch. BG., Darmstadt
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Kerényi, Karl
Die Mythologie der Griechen I.
Die Götter- und Menschheitsgeschichten.
DTV, München
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