| Iranier | ||
(awest. arger Geist; Ako Mainyu) Er ist die Personifikation des Dunklen und Bösen in der altiranischen Mythologie, Daeva aller Daevas, der die Dämonen Daevas anführt und Gegenspieler des lichten Ahura Mazda. Während dieser für das Gute steht, trachtet Angra Mainyu danach, die Menschheit zu verderben, er sät Zwietracht und Zweifel, Kälte und Unwetter, Dunkelheit, Krankheit, Seuchen, Faulheit, Armut und sonstige Widrigkeiten, er betrügt und verwirrt.
Er herrscht über eine Welt der Finsternis und des Todes, in der nur zwei Monaten des Sommers ein zehn Monate dauernder Winter gegenübersteht. In ältester Zeit tötete er den Urstier Geush Urvan, eine Tat die auch dem Mithra zugeschrieben wird.
Angra Mainyu ist Sohn des Ahura Mazda und Zwillingsbruder des guten Spenta Mainyu. Mit dem liegt er während der 9000 Jahre dauernden Weltperiode in dauerndem Kampf, doch wird er nach der Lehre des Zoroaster, die seine Gestalt zum Ahriman weiterentwickelte, zur Endzeit Frasho-kereti endgültig besiegt werden.
Während der ersten 3.000 Jahre war Angra Mainyu wie gelähmt vor Schreck als er erkannte, daß er dereinst dem Ahura Mazda unterliegen würde. Aber dann setzte er dessen Amesha Spentes die Daevas entgegen, den Yazata die Drugs und den Fravashis die Pairikas und die Yatus.
In späterer Vorstellungswelt waren Angra Mainyu und Ahura Mazda ein Zwillingspaar und Nachkommen der Unbegrenzten Zeit Zervan Akarana (bzw. Zurvan). Eigentlich sollte Ahura Mazda als Erstgeborener die Herrschaft übernehmen, doch gelang es Angra Mainyu, sich vor jenem aus dem Schoß zu winden und so erlangte er für Jahrtausende den Vorrang. Der Zoroastrismus nimmt aber an, daß dereinst Ahura Mazda den finsteren überwinden und auf ewig in die Finsternis verstoßen wird.
Symboltier des Angra Mainyu ist die Schlange.
Angra Mainyu entspricht dem jüdisch-christlichen obersten der Teufel Satan und dem islamischen Shaitan.