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   Iranier
 

Azi Dahaka

Als einer der Daevas ist Azi Dahaka ein altiranischer Sturmdämon. Dargestellt wird er als Schlange oder Drache mit drei Köpfen, sechs Augen und drei Paar schrecklichen Fangzähnen.

Azi Dahaka gilt als Verderber von Mensch und Vieh. Als menschliches Vorbild für diesen Dämon wird ein mythischer babylonischer Herrscher genannt, der Erzfeind des Königs Yima war. Babylonien hatte das alte Persien ein Jahrtausend unterjocht (vgl. das heutige Verhältnis zwischen dem Irak und dem Iran) und Azi Dahaka wurde eine Personifikation dieser Unterdrückung.

So wundert nicht, daß Azi Dahaka ein Parteigänger des Ahriman sein soll, der erst zur Endzeit Frasho-kereti von Thraetaona an den Berg Demavand gefesselt werden kann. Schließlich überwindet ihn Keresapa und stürzt Azi Dahaka in den Glutstrom Ayohshust.

Eine andere Sage berichtet, wie der Held Feridun den Azi Dahaka aufschlitzt und ansehen muß, wie aus dessen Wanst Echsen und Kröten hervorbrechen. In diesem Zusammenhang gilt Azi Dahaka auch als einerlei mit dem König Zohak, den Feridun mit der Keule überwand und in einer Höhle ankettete.

In der Glaubenswelt des Zoroastrismus ist Azi Dahaka die leibhaftige Lüge und kämpft im Gefolge des finsteren Angra Mainyu, dem Gegenspieler des Ahura Mazda. Atar, der Gott des Feuers, verfolgt ihn durch Meere, Länder und Lüfte. Endlich gelingt es, den Dämon zu fangen und zu fesseln, doch reißt es sich los und verheert weiter die Erde, wird letztlich aber von Keresapa vernichtet.

Azi Dahaka ähnelt in manchem dem germanischen Fenrir, der zur Endzeit Ragnarökr seine Fesseln zerreißen und gegen die Asen kämpfen wird.