| Iranier | ||
(awest. Vorwärtsschaffen, Wundermachen) Nach der Lehre des Zoroaster ist Frasho-kereti der zu erwartende Zustand der Welt, der mit den drei Sonshyants, den Nachfahren des Zoroaster und der Hwow, aufziehen wird.
Die Amesha Spentas, Schutzgeister im Gefolge des Ahura Mazda, werden die dämonischen Daevas besiegen und Ahura Mazda und Sraosha den Ahriman und den Azi Dahaka in den Glutstrom Ayohshust stürzen.
In dieser Endzeit werden die Toten leiblich auferstehen, zunächst, Gaya-maretan, dann Mashya und Mashyai und schließlich alle anderen je gestorbenen Menschen, die als Alte gestorbenen Menschen vierzigjähirig, die Jüngeren fünfzehnjährig.
Diese werden in dem Gericht Satvastran unter Vorsitz des dritten der Erhabenen, Astvat-ereta, in gute und schlechte Menschen geschieden. Ähnlich christlicher Vorstellung vom Jüngsten Gericht kommen je nach Urteil die einen in den Himmel, die anderen in die Hölle.
Dann wird der Schweifstern Gurzschehr auf die davon erbebende Erde stürzen. Die Metalle schmelzen und sammeln sich zur Qual der für böse befundenen Menschen. Solches Gewässer aus flüssigem Metall wird aber nur für die Schlechten zur Folter, die Guten Menschen werden hindurchwaten, als sei es laue Milch. Aber auch den Bösen ist ein gutes Ende vergönnt, denn nach der Zeit ihrer Qual, die gräßlicher sein wird als alles, was Menschen in ihrer 6000jährigen Geschichte zu erleiden hatten, werden auch sie sich entsühnt mit ihren Schutzgeistern, den Fravashis, vereinigen.
Schließlich werden die Ameshaspentas die Daevas vernichten und Ahura-Mazda den Angra-Mainyu in den tiefsten Pfuhl hinabschleudern.
Das Ergebnis dieser letzten Kämpfe wird eine geläuterte Welt des Lichts ohne alles Böse sein.