| Iranier/Zorastrismus | ||
(awest. Seele des Rindes, auch Goshurwan und Goshurun) Ahura Mazda erschuf Geush Urvan, den Ur-Stier, zusammen mit dem androgynen Ur-Menschen Gayomart.
Geush Urvan beklagte bei Ahura Mazda und den Amesha Spentas Asha und Vohu Mano schlechte Behandlung und die setzten Zarathustra zu seinem Beschützer ein und bestimmten Wasser und Pflanzen zu seiner Nahrung.
Nach 3000 Jahren wurden Geush Urvan und der Gayomart dennoch von Angra Mainyu erschlagen, der in seinem Trachten, die Schöpfung des Ahura-Mazda zu zerstören, mit seiner Dämonenschar heranstürmte.
Daraufhin stieg die Seele Geush Urvans auf ins Licht, wo Ahura-Mazda ihn aufnahm und zum Schutzgeist der Tiere machte. Aus dem Leib des Stieres wuchsen alle Pflanzen und Tiere.
Seinem Schwanz entkeimten die 25 Arten der Getreide, aus seinem Mark die zwölf jeilsamen Pflanzen, aus seinen Hörnern die Früchte und aus seinem Blut die Weintrauben.
Den Samen des Stieres hatte die Seele vorerst mitgenommen und dem Mond zur Bewahrung anvertraut. Der brachte sie zurück zur Erde und ihm entsprossen zunächst ein Paar Rinder und von denen die 272 Arten guter Tiere.
Oder es war der Mithra, der den Stier erschlug. Daran knüpfen die Stieropfer des Mithras-Kultes an, die weitere Fruchtbarkeit sichern sollten.