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   Iraner
 

Iranier

-- Artikel in Vorbereitung --

In das heutige Staatsgebiet des Iran (Persien), das westliche Pakistan, Afghanistan und Turkestan drangen gegen Ende des 2. Jahrtausends v. indogermanische Völker ein, die Indoiranier oder Arier (arya, „Edle”). Während Teile dieser Völker weiter nach Indien zogen, besiedelten die südwärts strömenden das iranische Hochland.

Diese als Iranier bezeichneten Stämme unterschieden sich in Nordiranier (Saken, Skythen und Sarmaten(Osseten)), Westiranier (Sogdier, Arachosier, Meder (Kurden, Belutschen u.a.), Parther(Gilanis u.a.), Perser (Daris, Tadschijken, Loren u.a.) und Ostiranier (Baktrier, Pashtoons).

Den Iraniern sind Sprachen der indoeuropäischen Sprachenfamilie gemeinsam, wobei die iranischen Sprachen mit den indischen einen gemeinsamen Zweig bilden.
Nach ihrer zeitlichen Abfolge und geographischen Verbreitung unterscheidet man altiranische, mitteliranische und neuiranische Sprachen, wobei jeweils ein westlicher und ein östlicher Zweig erkennbar ist.
Im Altiranischen sind dieses das im Westen gesprochene Altpersisch und Medisch, im Osten waren Soghdisch, Khorasanisch, Sakisch und das auch Altbaktrisch genannte Awestisch verbreitet.
Etwa im vierten/dritten Jahrhundert v. d. Z. bildeten sich im Westen Parthisch und Mittelpersisch heraus, im Osten sprach man Baktrisch, Soghdisch, Khorasanisch, Sakisch und Aldossetisch (auch Skytho-Samartisch).
Von den neuiranischen, etwa im neunten Jahrhundert aufgekommenen Sprachen unterscheidet man Neupersisch (Dari), Tadschikisch-Persisch, Pashtu, Ossetisch, Kurdisch und Balutschi.

 

Über die frühe Geschichte des Iran geben die Schriften der Avesta Auskunft, erster westlicher Berichterstatter ist der in Griechenland (Athen) wirkende Reisende Herodot.

Im Iran hatte das spätere Großreich der Perser seinen Ausgang.
Ab etwa dem 7. Jahrhundert v. hatten sich einige iranische Staaten herausgebildet. Das Land der iranischen Meder wurde anfangs von den Assyrern beherrscht, konnte aber 612 unter Kyaxares im Bündnis mit Babylon die Herrschaft abstreifen und seinerseits die assyrische Stadt Ninive erobern und den Nordteil Assurs unter seine Herrschaft bringen.

Dieses Reich konnten die berittenen Truppen des Persers Kyros einehmen, dazu das reiche Lyderreich des Kroisus und Babylon mit seinen Provinzen. Weitere Eroberungen im Osten begründeten die Herrschaft der Achämeniden. Die Könige Kambyses und Darius I. (522-486), der dem Reich eine Verfassung gab, setzten diese Politik fort, bis sich das Reich von Ägypten bis Indien erstreckte und das größte Weltreich des Altertums war, das auch das römische Reich übertraf.

Der neuzeitliche Staat heißt seit 1935 Iran (vorher Persien) und ist seit dem Sturz des Schahs ein muslimischer Gottesstaat. Wichtige Religionen neben dem schiitischen Islam sind als anerkannte Minderheiten Christen und Parsen, die heutigen Anhänger des Zoroaster (Zarathustra). Der ist der berühmteste Religionsstifter des antiken Iran.

 

Die antike iranische Religion bestand vornehmlich aus der Verehrung zweier Klassen von Göttern, den Daevas, die für kriegerisch galten und die Ahuras, den Garanten gesellschaftlicher Konstitution. Bestandteile des Kultes waren Opferungen von Stieren, im Besonderen deren Blut, sowie der berauschende Hauma-Saft. Gegen diese orgiastischen Kulte wandte sich Zoroaster (~6. Jh. v., nach anderen viel früher), der eine streng dualistische Welt mit dem guten Ahura Mazda und seinen Heiligen Unsterblichen Amesha Spentas einerseits und dem bösen Ahriman mit seinen Drugs andererseits predigte. Das Böse werde demnach dereinst vom Guten endgültig besiegt werden.

Eine iranische Priesterkaste, die Magi, von ihnen stammt der heute übliche Begriff Magier, wandte sich zunächst erbittert gegen die Lehre des Zoroaster ehe sie diese selbst übernahm und mit Praktiken der Zauberei und der entwickelten Astrologie der Chaldäer Babylons verband. Zum Beispiel wurde die Siebenzahl der Planeten als Anzahl der Amesha Spentas bestimmt. Darin wird auch der Ursprung der sieben Erzengel und sieben Erzdämonen von Judentum und Christentum gesehen. Auch der Erlösungsgedanke erinnert an biblisches Gedankengut, das womöglich von den Persern herrührt. Die drei Weisen (Magoi) aus dem Morgenland aus der Geburtsgeschichte Jesu (Matthäus 2) sind wohl persischer Herkunft.

Ein anderer aus Iran/Persien stammender Kult ist der des Mithra, der besonders in römischer Zeit bis nach Mitteleuropa Verbreitung fand.

 

Sammlung zur iranischen Mythologie: Aeshma, Agash, Ahriman (Angra Mainyu), Ahura, Ahura Mazda, Ahurani, Akatash, Akhtya, Ameretat, Amesha Spentas, Anahita, Apam napat, Ard-bad, Aredivi Sura Anahita, Armaiti, Asha vahishta, Ashi Vanuhi, Astovidatu, Astvat-ereta, Atar, Ayohshust, Azi Dahaka, Baga, Bahram, Buiti, Bushyasta, Camrosh, Cautes und Cautapates, Daena, Daevas, Drvaspa, Drug(s), Feridun, Frasho-kereti, Fravashi, Gandareva, Gao-kerena, Garshasp, Gayomart, Gopat-Shah, Hadayaosh, Haoma, Haoshyangha, Haurvatat, Hoshang, Hushedar, HushengHvar, Irej, Kasaoya, Khshathra Vairiya, Kundran, Mah, Marshavan, Mashya und Mashyai, Minucher, Mithocht, Mithra, Nairyo-sangha, Nanghaitya, Nasu, Ohrmazd, Pairikas, Perser, Rapithwin, Rudabeh, Rustem, Saoshyant, Saurva, Selm, Simurg, Spenta Mainyu, Sraosha, Tahmuras, Tishtrya, Thraetaona, Tur, Tawrich, Uchshyat-ereta, Uchshyat-nemah, Ushah, Vanghu-fedri, Vaya Darego-chvadaiti, Vayu, Verethragna, Vispa-taurvairi, Vohu Mano, Vouru-kasha, Yatus, Yazata, Yima, Zal, Zam, Zarathustra, Zarich, Zohak, Zoroastrier, Zurvan