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   Iranier
 

Perser

Die Perser gehören zur Gruppe der indeuropäischen Iranier.
Ab etwa dem 7. Jahrhundert v. bildeten sich im Hochland von Iran Staaten der iranischen (arischen) Einwanderer heraus. Das Land der iranischen Meder wurde anfangs von den Assyrern beherrscht, konnte aber 612 unter Kyaxares im Bündnis mit Babylon die Herrschaft abstreifen und seinerseits die assyrische Stadt Ninive erobern, Kyaxares konnte zudem den Nordteil Assurs unter seine Herrschaft bringen. Dieses Reich nehmen die berittenen Truppen des Persers Kyros ein, dazu das reiche Lyderreich des Kroisus und Babylon mit seinen Provinzen.
Weitere Eroberungen im Osten begründeten das persische Königreich unter Herrschaft der Achämeniden. Die Könige Kambyses und Darius I. (522-486), der dem Reich eine Verfassung gab, setzten diese Politik fort.
Schließlich erstreckte sich das Reich von Ägypten bis Indien und war das größte Weltreich des Altertums, das auch das römische Reich übertraf, auch wenn der Versuch einer Eroberung von Gebieten nördlich des Oxus, wo sich 529 v. die skythischen Massageten unter ihrer Königin Tomyris erfolgreich verteidigt hatten ebenso scheiterte, wie 512 v. die Eroberung der gleichfalls von Skythen bewohnten Gebiete nördlich des Schwarzen Meeres unter Dareios oder die Griechenlands unter Xerxes (486-465), den die Bibel Ahasveros nennt.

Die kultische Hauptstadt des persischen Reiches war Persepolis, die Hauptstadt der Reichsverwaltung Susa. Seit Darius I. war das Reich in als Satrapien bezeichnete Provinzen unterteilt.

Das Perserreich zerfiel nach gut 200 Jahren der Blüte, als der Mazedone Alexander d. Gr. seinen Eroberungszug unternahm (334-332). Alexanders Nachfolger, die Diadochen, herrschten über Teilreiche. Den Iran beherrschten die Seleukiden, ehe parthische Heerführer (Arsakiden, 250 vor bis 226 nach) die Griechenherrschaft abstreifen und ein neues Reich gründen konnten.

Ungeachtet der Eroberungspolitik steht das Perserreich im Ruf außergewöhnlicher religiöser und kultureller Toleranz gegenüber den eroberten Völkern. Davon berichtet z.B. die Bibel, wenn geschildert wird, daß der Perserkönig den Israeliten den Ausgang aus der babylonischen Gefangenschaft erlaubte und beim Wiederaufbau des Tempels in Jerusalem mit finanziellen Mitteln half (Esra 1, u. 7,13-22).

Die Umgangssprache des Perserreiches war das Aramäische, das auch Jesus gesprochen haben soll.

Seit 1935 heißt der Staat Iran (vorher Persien) und ist seit dem Sturz des Schahs ein muslimischer Gottesstaat. Wichtige Religionen neben dem schiitischen Islam sind als anerkannte Minderheiten Christen und Parsen, die heutigen Anhänger des Zoroaster (Zarathustra). Der ist der berühmteste Religionsstifter des alten Iran.

 

Herodot berichtete von den Persern, sie hätten unsichtbare Götter gehabt, welche keiner Bildsäulen, Tempel oder Altäre bedurft hätten und legte damit einen kulturellen Unterschied zwischen Griechen und den von ihnen als Barbaren bezeichneten Erzfeinden dar, wobei er den hohen sittlichen Stand der vermeintlichen Wilden rühmte.