Das Schwarze Netz - zum Anfangzurück
   Iranier
 

Rustem

Des 10. Jh. entstandene iranische Epos „Shah-Nameh” erzählt vom Helden Rustem, der Sohn des Zal und der Rudabeh war. Seinem König diente er als Berater sowie als Held, der gegen menschliche wie dämonische Feinde stritt.

Als einer der Dämonen Daevas, Arzang, den König gefangen genommen und ihm das Augenlicht geraubt hatte, gelang es Rustem, den Dämon zu überwinden und mit dessen Herzen den geblendeten zu heilen.

Doch Rustems Erfolge ließen im König Neid und Mißtrauen keimen und ihn eine Falle für seinen wackeren Diener ersinnen: Er befahl, sein Land mit Gräben zu durchziehen, an deren Grund er aufrechte Speere pflanzte und das ganze tarnen ließ. Als das getan war, lud er den Rustem zur Jagd ein, was der gern annahm.

Zwar warnte ihn noch sein Pferd Rakhsh, doch trieb es Rustem voran und stürzte in die Fallgrube, wo ihn die Spitzen durchbohrten, doch noch im Sterben sandte er dem König einen tödlichen Pfeil.

Als Vorbild für Rustems Kämpfe gegen die Feinde seines Königs gelten die Kämpfe der Perser gegen Turaner, Inder und Semiten.