| Iranier | ||
In der altiranischen Mythologie ist Tahmuras der Sohn des ersten Königs Haoshyangha. Ihm verdankten die Alten zahlreiche Künste, darunter Spinnen und Weben sowie die Beiz, die Abrichtung von Greifvögeln.
Gegen die dämonischen Mächte hatte Tahmuras schwere Kämpfe zu bestehen. Als es dem Helden gelungen war deren Anführer, den Angra Mainyu zu besiegen, zwang er den Dämonenfürsten dazu, ihn auf seinem Rücken durch die Lande reiten zu lassen.
Doch die Daevas, des Angra Mainyu Spießgesellen, nutzten seine Abwesenheit aus und richteten in der Menschenwelt allerlei Unheil an. Als es zum Kampf kommen sollte, hatten sich die Dämonen zu einem randalierenden Haufen versammelt, in eine schwarze Wolke gehüllt erwarteten sie ihren Gegner.
Tahmuras gelang es, unter Zuhilfenahme von Zauber zwei Drittel der Unholde unschädlich zu machen, dem Rest machte er mit kräftigem Schwung seines Knüttels den Garaus.
Doch zeigte sich Tahmuras generös und beließ die um Schonung flehenden Verlierer am Leben, auch interessierte ihn das von jenen versprochene Geheimnis. Die Finsterlinge hielten Wort und lehrten dem Tahmuras das Geheimnis der Schrift.
Als keulenbewehrt gegen finstere Mächte angehender Held erinnert Tahmuras etwas an den griechischen Herakles.