Das Schwarze Netz - zum Anfangzurück
   Persien
 

Yima

(awest. „Zwilling”, mittelpers. Yam, Jam) Dieser Sohn des Vivanghvant (oder des Helden und Kulturbringers Tahmuras) beherrschte als dritter König überhaupt in ältester Zeit ein goldenes Zeitalter, das weder Krankheit noch Tod kannte. Seine Gattin war seine Zwillingsschwester Yimak.

Yima herrschte weise und gerecht, er war ein starker Krieger, frommer Priester und reicher Herdenbesitzer, der den Titel „Guter Hirte” verliehen bekam.

Während der Herrschaft des Yima vermehrte sich die unsterbliche Menschheit so gut, daß der Platzmangel Yima nötigte, die Erde gleich dreimal mit seinen magischen Werkzeugen zu vergrößern.

Der Untergang begann, als der böse Dämon Mahrkuscha der Erde eine gewaltige Flut sandte, gefolgt von heißen Sommern und Dürren. Nur dem Eingreifen des Ahura Mazda war zu verdanken, daß das Leben erhalten blieb. Er wies den Yima an, mit seinen Händen und Füßen eine unterirdische Wohnung für alle Mensch und Tierarten zu bauen. In dieser Höhle gab es frisches Wasser, Bäume, Blumen und Früchte.

Abweichend wird die Katastrophe des Yima so erklärt, daß ihm die Sünde einer Lüge bzw. des Stolzes unterlief. Daraufhin war es mit dem goldenem Zeitalter vorbei und Yima wurde sterblich. Der Schlangendämon Azi Dahaka vertrieb ihn nach 616,5 Jahren von seinem Thron und der gestürzte verbarg sich, bis ihn hundert Jahre später sein Bruder Spiyura entdeckte und zerstückelte. Oder es war der Schlangendämon Azi Dahaka, der den Yima in zwei Teile sägte.

Yima, dessen Geburt auch auf eine Feuersäule zurückgeführt wurde, die entstand, als ein Blitz in die Erde schlug, entspricht dem Yama der Veden.