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   Iranier / Zoroastrier
 

Zoroastrismus

Die von Zoroaster (Zarathustra) um 1200 v. begründete (andere nehmen die Zeit zwischen 1000 bis 600 v. oder viel früher, vor 2000 v. an) und noch heute bestehende Religion, die in Persien seit der Zeit der Achämeniden (die von den Griechen Perser genannt wurden) bis zur Eroberung durch arabische Muslime vorherrschte.

Nach der Lehre des Zoroaster gibt es nur einen Gott, den Ahura Mazda. Dennoch beherrschen zwei Prinzipien die Welt, der Ahura Mazda als Prinzip des Lichten und Guten und der Ahriman als Prinzip des Dunklen und Bösen. Alle Lebewesen gehören entweder der einen oder der anderen Seite an, einzig dem Menschen obliegt es, sich für eine der Parteien zu entscheiden. Zoroaster lehrte, daß diese Wahl möglich ist, als ein ständiges Ringen des Menschen um das Gute; drei Grundsätze obliegen demnach dem Menschen: gut zu denken, gut zu reden und gut zu handeln. Dem gegenüber sind schlecht zu denken, schlecht zu reden und schlecht zu handeln zu vermeidende Irrungen.

Zoroaster selbst lehnte die seinerzeit übliche Verehrung des Mithras mit seiner Priesterkaste und den blutigen Opfern ab. Auch das Gebet, Gottesbilder und Gotteshäuser schienen ihm unnötig. An ihre Stelle tritt die Eigenverantwortlichkeit des Menschen.

Dennoch gibt es auch im Zoroastrismus Gottesdienst und Kult. Dem Feuer wird reinigende Wirkung zugeschrieben. Überhaupt ist die Achtung der Elemente wesentlich, doch nur Ahura Mazda selbst ist der Verehrung würdig. Die von ihm geschaffenen Amesha Spentas dienen als Mittler zwischen Ahura Mazda und seinen Anhängern.

In der Form des Parsismus lebt der Zoroastrismus bis heute fort. Als Vertreter einer Schriftreligion (heilige Schrift Awesta) sind sie, wie auch Juden und Christen, auch im heute islamischen Iran eine anerkannte Minderheit, die durch einen Vertreter im Parlament Stimme und Sitz haben.

Ein wichtiges Heiligtum ist Tschak tschak, der Name ist eine lautmalerische Umschreibung des in dem Höhlenheiligtum von der Decke tropfenden Wassers.

Der Kalender der Zoroastrier rechnet 12 Monate von je 30 Tage sowie fünf Ergänzungstage.