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(arab. Unterwerfung i. S. v. Ergebung in den Willen Gottes) Eine monotheistische Religion, deren Anhänger sich Moslems oder Muslime nennen und glauben, der einzige Gott Allah habe den Araber Mohammed (geb. um 570 in Mekka, heute Saudi-Arabien) zu seinem Verkünder bestimmt und ihm den Koran mitgeteilt, das heilige Buch des Islam.
2001 hatte die Religion rund eine Milliarde Gläubige. Hauptrichtungen sind Sunniten (mehr als 90%) und Schiiten.
Der junge Mohammed lebte in der wohlhabenden Oasen-, Handels- und Wallfahrtsstadt Mekka, deren Karawanen besonders dem Handel zwischen östlichem Mittelmeer und Indien dienten und deren Heiligtum Kaaba den umwohnenden heidnischen Bauern und Beduinen religiöses Zentrum war, von denen insbesondere die mekkanischen Koreischiten profitierten. Mohammed, selbst Angehöriger der Koreischiten und seit Heirat mit der Chadidscha reicher Kaufmann, empfing mit etwa vierzig Jahren durch den Engel Djabrail die Offenbarung des einzigen Gottes Allah. Als Mohammed diese Koran genannte Offenbarung seiner Mitwelt verkündete und rasch Anhänger (Muslime) gewann, kam es zum Gegensatz zwischen den Muslimen und den koreischitischen Verwaltern der mit allerlei heidnischen Götterbildern vollgestellten Kaaba. Der Konflikt eskalierte und Mohammed mußte in die dreihundert Kilometer nordwestlich von Mekka gelegene Stadt Medina entweichen. Diese Hidschra genannte Auswanderung soll 622 stattgefunden haben und markiert den Beginn der islamischen Zeitrechnung.
In Medina gewann Mohammed rasch zahlreiche Gläubige und politisch Macht, was ihm Kriegszüge gegen die Karawanen der Mekkaner und 630 Mekka selbst gestattete. Dort siegreich eingezogen entfernte Mohammed sämtliche Götterbilder aus der Kaaba und bis zu seinem Tod 632 waren fast alle Beduinenstämme im Umkreis unterworfen und bekehrt.
Die Expansion der neuen Religion setzte sich unter den Nachfolgern des Propheten fort (siehe Kalifat, Imam), schon wenige Jahrzehnte später war der Islam von Spanien über Nordafrika und den Orient bis nach Indien herrschende Religion. Über die Nachfolge des Propheten waren allerdings Streitigkeiten theologischer und machtpolitischer Art ausgebrochen, weswegen es schon sehr früh zu einer Teilung in Sunniten und Schiiten kam.
Die Gottesvorstellung des Islam sieht einen allmächtigen, ewigen und einzigen Gott Allah vor, dem allein kultische Verehrung und Unterwerfung zukomme, die dann eine völlige ist. Dieser Gott teilte der Menschheit seine Gesetze mit, angefangen von Adam über Nuh (Noah), Ibrahim (Abraham), Moses, Salomo, Yahya (Johannes) und Isa (Jesus), die (neben weiteren) allesamt als Propheten Gottes betrachtet werden, bis hin zu Mohammed, der die von der Menschheit verfälschte Ordnung bereinigte und mit dem die Reihe der Prophezeiungen ihren Abschluß fand.
Schriftliche Hauptquelle des Islam ist der Koran, daneben werden je nach Rechtsschule Berichte über Leben und Worte des Propheten als verbindlich betrachtet (Sunna, Hadith). Diesen Quellen begründen die fünf Säulen des Glaubens und die Grundpflichten der Muslime, zudem wurde daraus das islamische Recht Scharia gebildet.
Im leiblichen Tod sehen Muslime den Eintritt in ein Übergangsstadium, an dessen Ende am jüngsten Tag Allah Gericht halten wird und den Guten Glückseligkeit und Freuden des Paradieses erwarten, den Schlechten die Quellen der Hölle (Djahannam).
Heilige Sprache des Islam ist Arabisch. In dieser Sprache wurde der Koran mitgeteilt, der als Wort Gottes nicht verändert werden darf und dessen Auslegung nur anhand des arabischen Originaltextes erfolgt. Auch Gebete werden in Arabisch gesprochen.
Bei der Aufnahme in die Gemeinschaft der Muslime (Umma) wird das Ritual der Beschneidung vollzogen.
Verboten sind der Genuß von Schweinefleisch und Alkohol (allgemein Rauschmittel), das Glücksspiel und der Zins, zudem der Austritt aus der Religionsgemeinschaft.
Im vollem Besitz der Wahrheit und damit vollberechtigt sind in Regionen mit überwiegend muslimischer Bevölkerung nur die Muslime selbst. Der Glaube von Nichtmuslimen wird respektiert, soweit es sich um Leute der Schrift (ahl-ul-kitab) handelt, also Zarathustrier, Juden oder Christen, mindere bzw. keine Achtung genießen Polytheisten und Gottlose.
Abu Bakr, Aischa, Allah, Amir, As-Siddiq, Bilal Ibn Ribah, Burak, Charidschiten, Djabrail, Djinn, Dschinn, Emir, Engel, Gebetsrichtung, Glaubensbekenntnis des Islam, Grundpflichten des Gläubigen, Hadith, Hadschi, Hadji, Hedschra, Hidschra, Islam, islamischer Kalender, Isra, Kaaba, Kharidjiten, Khawaridj, Koran, Makkah, Malaika, Medina, Mekka, Miradj, Miradsch, Mohammed, Mohammedaner, Monatsnamen, Moschee, Moslem, Muezzin, Muhammad, Muharram, Mullah, Muselman, Muslim, Muslima, Omar I., Qibla, Qu'ran, Schahada, Scheich, Schia, Schiiten, Umar, Umma