| Judentum / Altes Testament | ||
(hebrä. Belija'al Bosheit, Nichtigkeit, griech. Beliar) Eine dämonische Personifikation der Bosheit, der Dunkelheit, der Nichtsnutzigkeit und Heillosigkeit.
In der Bibel ist Belial ursprünglich ein Begriff für Bosheit und Verderben (z. B. 5. Mose 13,14; Ps 18,5), im späteren Judentum Personifikation der gottfeindlichen Macht. (Reclams Bibellexikon, 68)
Im christlichen Neuen Testament ist Belial eine Bezeichnung des Satan (2. Korinther 6,15) und Widersacher des Jesus. Die Dämonologen des Mittelalters stuften ihn in der höllischen Hierarchie an nachrangiger Position ein.
In den Qumran-Texten wird der endzeitliche Widersacher Belial genannt. (BIEDERMANN, 53)
In einem Volksbuch zum Doktor Faust von 1589 ist eine Beschreibung des Belial zu lesen: Belial aber erschien Doctor Fausto in gestalt eines zotteten und gantz kolschwartzen Beeren, alleine das seine Ohren uber sich stunden, unnd waren die Ohren unnd Rüssel gantz brennend roth, mit hohen schneeweißen Zeenen, unnd einem langen Schwantz, drey Ellen lang ungefehrlich, am Halse hatte er drey fliegender Flügel. (zit. n. BIEDERMANN, 132)