| Judentum / Altes Testament | ||
Dieser Ausdruck bezeichnet die Vorstellung, Jahwe habe die Schöpfung nach Überwindung eines urzeitlichen Drachen aus dessem Leib geschaffen.
Eine solcher Mythos klingt im Psalter an.
In Psalm 74 (Verwüstung des Heiligtums) heißt es:
13
Du zertrennst das Meer durch deine Kraft,
und zerbrichst die Köpfe der Drachen im Wasser.
14
Du zerschlägst die Köpfe der Walfische
und gibst sie zur Speise dem Volk in der Einöde.
15
Du lässest quellen Brunnen und Bäche;
du lässest versiegen starke Ströme.
16
Tag und Nacht ist dein;
du machst, daß Sonne und Gestirne ihren gewissen Lauf haben.
17
Du setzest einem jeglichen Lande seine Grenze;
Sommer und Winter machst du.
Vgl. auch Psalm 89,9ff., der die Tötung des Meerungeheuers Rahab und anschließende Schöpfung erwähnt.
Ein Chaosdrachenkampf im Vorfeld der Schöpfung ist von mehreren Gottheiten überliefert. Vom Kampf des babylonischen Marduk berichtet das Epos Enuma elish. In der nordischen Mythologie galten Odin, Vili und Ve als Überwinder des Riesen Ymir.