| Judentum / Altes Testament | ||
(hebr. der Geliebte) Über den berühmten David berichtet die Bibel vornehmlich in den Büchern Samuel, 1. Samuel 16 bis 1. Könige 2,11, die sein Leben detailreich wiedergeben. Weiteres findet sich in 1. Chronik 11-29 und im Psalter. Auch posthum spielt er eine gewichtige Rolle, bei den drei synoptischen Evangelisten Matthäus, Markus und Lukas wird mehrfach auf ihn Bezug genommen.
Dem Judentum gilt David, ein Sohn des Isai aus Bethlehem vom Stamme Juda und Urenkel der Moabiterin Ruth (Ruth, 4,18-22), als Einiger der Stämme und als erster König eines Groß-Israel aus Süd- und Nordreich, das indes an ständigen inneren Konflikten litt. Sein Geschlecht, die Davididen, herrschte bis zur Niederlage gegen Babylon (587/586 v. Chr.) über das Südreich Juda.
Einige seiner Taten finden sich auf mehrere Seiten aufgeteilt:
Von der Geburt bis zur Flucht von Saul
Unstetes Leben und Räuberdasein beim Philisterkönig Achis
Als Nachfolger Sauls König von Juda, dann über ganz Israel
Weitere Bürgerkriege, die Volkszählung, Ende
David hielt auch Einzug in den christlichen Heiligenkalender. Sein Tag ist der 29. Dezember, Attribute sind Harfe und Steinschleuder, er ist Schutzpatron der Sänger, Musiker, Dichter und Bergleute.
Die Vorsteher der jüdischen Gemeinde der französischen Stadt Narbonne betonten ihre Abstammung von König David. Ihre Familie wurde vom neunten bis zum vierzehnten Jahrhundert auch in christlichen Kreisen als von David abstammend anerkannt und jüdisches Königshaus von Narbonne genannt. (GRABOIS, 158)