| Vorderasien - Schauplätze | ||
(hebr. Hagalil) Eine im Norden sehr hügelige Landschaft in Israel/Palästina zwischen Mittelmeer und Jordangraben, wo es im Osten an das Galiläische Meer grenzt.
Nach Süden hin bilden die Jesreelebene und Gebirgsland die natürliche Grenze zu Samaria.
Wichtigster Ort des regenreichen Obergaliläa ist Safed, neben Jerusalem, Hebron und Tiberias eine der vier heiligen Städte des Judentums. Untergaliläa mit dem Hauptort Nazareth war im Altertum die fruchtbarste Landschaft ganz Palästinas, heute ist die Olive wichtige Anbaufrucht, außerdem Getreide.
In Galiläa wuchs Jesus von Nazareth auf, der auch der Friedensfürst genannt wird. Einen solchen hat die Gegend auch bitter nötig, denn seit Gideons Sieg über die Midianiter und dem Tage, da Elias die Baalspriester am Bache Kison unweit Haifa hinrichten ließ bis zu Bonapartes Marsch nach dem Tabor im April 1799 ist diese Steppe in der Heimat des Friedensfürsten reicher mit Menschenblut gedüngt worden als irgendein anderer Fleck der Erde (Hedin 1918, S. 108) - dabei kannte Hedin noch gar nicht die weitere Entwicklung.
Laut christlicher Offenbarung des Johannes wird in dieser Gegend (Ebene Esdrelom, Harmageddon, von Har Meggido, Megiddos Berg, nach der alten Stadt Megiddo) auch der Antichrist zum letzten Kampf antreten.