| Vorderasien - Schauplätze | ||
(hebr. Nazeret, arab. En-Nasira) Eine alte Siedlung in Untergaliläa mit heute etwa 50.000 Einwohnern, wozu noch eine jüdische Neusiedlung (Nazaret Illit, gegr. 1953) kommt.
Aus dem in damaliger Zeit unbedeutendem Dorf Nazareth soll Jesus stammen (Lk 1,26 bzw. seine Eltern waren früh dorthin verzogen (Mt 2,23); geboren wurde Jesus allerdings in Bethlehem, Mt 2,1, Lk 2,4-7).
Damit wurde die Prophezeihung erfüllt, dernach der Messias Nazarener heißen solle. Nach dem Ort nannte man diesen Jesus von Nazareth, den Apostel Paulus einen von der Partei der Nazaräer und nennen sich noch heute orientalische Christen Nazarener*.
Weil den Lehren Jesu in Nazareth keine besondere Aufnahme zuteil wurde (es wurde gefragt, was denn aus Nazareth Gutes kommen könne, Joh. 1,46), sprach Jesus hier die sprichwörtlich gewordenen Worte vom Prophet, der nirgends weniger gelte als im eigenem Vaterlande (Mt 13,53-58, Mk 6,1-5, Lk 4,16ff.).
Die Geburt Jesu in Nazareth wird allerdings auch angezweifelt, denn dieser Ort soll erst seit dem 3. Jahrhundert bestehen. Dann wäre nur der Bezug auf die Nazarener richtig.
Berühmte christliche heilige Stätten in Nazareth sind der Marienbrunnen (Ain Mirjam) und die Verkündigungskirche (1730, Franziskaner). Nahe dem Marienbrunnen steht die Gabrielskirche, weil hier der Engel Gabriel der Maria den englischen Gruß entboten haben soll (Lukas 1:28-42).
Von den jüdischen Altertümern, die das Neue Testament erwähnt, findet sich auch die Synagoge, in welcher der junge Jesus gelehrt mit den alten Lehrern disputierte.
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In jüngerer Zeit nannten oder nennen sich noch weitere Gruppierungen Nazarener: