| Judentum / Altes Testament | ||
(hebrä. Ijob, griech. Iob, Luther: Hiob, arab. Aiyub) Der reiche Viehhalter aus dem Lande Uz ist der Held des gleichnamigen Buches der Bibel. Das Buch Hiob erzählt, wie dem Hiob seine irdischen Reichtümer, große Herden von Rindern, Eselinnen, Schafen und Kamelen, seine zehn Kinder sowie seine persönliche Gesundheit genommen werden, weil Gott Jahwe-Elohim mit dem Satan diese Prüfung beschlossen hatte.
Dennoch bleibt Hiob standhaft in seiner Ehrung Gottes und weist auch die Reden der Freunde zurück, die als Ursache für das Unglück von jenem begangenes Unrecht vermuten. Endlich greift Gott selbst ein, tadelt die Versuche der Freunde, sein Wirken erklären zu wollen und versetzt Hiob, der in schweigender Ehrfurcht vor Gott verbleibt, in reicheren Stand als zuvor.
Hiob ist der jüdische Typus der Gerechtigkeit und Geduld, der unabhängig vom Lauf des Schicksals seinen Glauben wahrt. Das Christentum sieht in ihm ein Vorbild in Geduld und Standhaftigkeit, deren sich Gott erbarmt.
In diesem Sinne wird Hiob außerhalb des Buchs Hiob auch beim Propheten Ezechiel in einem Zuge mit Noah und Daniel genannt (Ez. 14,14), wobei die Angabe seines Wohnorts (Uz) auf außerisraelitische Tradition deutet (Reclams Bibellexikon, S. 223).
Im Islam ist Aiyub, wie Hiob im Arabischen genannt wird, ein Diener und Prophet des Allah. Als Gatte der Rahma ist er Vater von zwölf Söhnen und zwölf Töchtern.