Das Schwarze Netz - zum Anfangzurück
   Judentum / Altes Testament
 

Isaak

(hebr. „er [Gott] lächelt”) Einer der Erzväter Israels, Sohn Abrahams und der Sara, den diese erst im hohen Alter empfing, nachdem sie Gott heimgesucht hatte. Sein Vater war zu seiner Geburt schon 100 Jahre alt (1. Mose 21,1f.), seine Mutter entsprechend.

Zur Probe seines Glaubens forderte Jahwe den Abraham auf, seinen lang ersehnten Sohn zu opfern, was dieser ohne zu zögern in die Tat umgesetzt hätte, wenn nicht in letzter Minute ein Engel Einhalt geboten hätte (1. Mose 22,1-14).

Die Frau Isaaks wurde Rebekka, die Abraham seinem Sohn aus seiner Heimat (Gebiet des Euphrat) holen ließ. Der Ehe entsprossen Jakob und Esau.

Wegen einer Wirtschaftskrise verließen Isaak und Rebekka den Ort ihrer Geburt und zogen zu Abimelech, dem König der Philister. Hier wiederholt er die Geschichte seines Vaters, denn wie Abraham dereinst Sara als seine Schwester ausgab, so tat nun Isaak mit seiner Rebekka, aus Angst, womöglich um ihretwillen getötet zu werden. Doch als Abimelech die Wahrheit entdeckte, blieb Isaak wie zuvor sein Vater von jenem unbehelligt, er erhielt sogar dessen ausdrücklichen Schutz. Auch einen Streit um einen Brunnen muß er wie sein Vater austragen, der wie bei dem mit einem bei Beer-Seba geschlossenen Bund glücklich endete und er Abimelechs Segen erhielt (1. Mose 26).

Als Isaak alt geworden war, wollte er seinen erstgeborenen Sohn Esau segnen. Dessen Bruder aber, Jakob, war listig und erschlich sich mit Hilfe der Rebekka das Erstgeburtsrecht, indem er verkleidet seinen erblindeten Vater aufsuchte (1. Mose 27).

Noch einer Tradition Abrahams folgend mahnte Isaak seinen Sohn Jakob dazu, sich eine Frau aus dem Zweistromland zu holen (1. Mose 28,1-2), ehe er 180jährig zu Hebron verstarb (1. Mose 35,27ff.).

Isaak soll um 1857 v. Chr gelebt haben (PETAVIUS, n. HEDERICH, Mythol. Lex., Sp. 1344).