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   Judentum / Altes Testament
 

Joschija

(Josia) Er war von 639-609 vor Christus König des Südreiches Juda, den die Bibel im Buch der Könige erwähnt (2. Kön. 22 u. 23). Seine Regierung fiel in die Zeit des Verfalls der Herrschaft Assyriens, so daß er seine Vasallenschaft abstreifen konnte.

Joschija gelang die Eroberung des bis dahin unter assyrischer Herrschaft stehenden Samarien und entfernte dort wie in Jerusalem die Heiligtümer der assyrischen Staatsgötter, bekämpfte Zauberei und Wahrsager, außerdem ordnete er den Kult neu. So ließ er die über das Land verstreuten Kultstätten Jahwes beseitigen und zentralisierte den Kult im Tempel von Jerusalem. Dabei berief er sich auf ein Gesetzbuch (wohl das 5. Buch Mose), das zu seiner Zeit wiedergefunden worden sein soll (2. Könige 22,8-13) und erneute damit den Bund Judas mit Jahwe (2. Könige 23). Zu seinen Reformen gehörte auch die Neuordnung des Passahfestes.

Trotzdem sein Wirken ausdrücklich begrüßt wurde („Seinesgleichen war vor ihm kein König gewesen, der so von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allen Kräften sich zum HErrn bekehrte nach allem Gesetz Mose´s; und nach ihm kam seinesgleichen nicht auf”, 2. Könige 23,25), blieb Jahwe wegen der Taten Manasses gegen Juda erzürnt und hält an der Verwerfung Judas und Jerusalems fest, wie er auch Israel weggetan habe (ebd., 23,27). Im Kampf gegen ein ägyptisches Heer, das unter Pharao Necho gegen Assyrien zog, fiel Joschija zu Megiddo. Seine Nachfolge trat sein Sohn Joaha an (ebd., 23,29-30).