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   Judentum / Altes Testament
 

Manna

Von dieser himmlischen Speise ernährte sich Israel während seiner 40 Jahre währenden Wanderung durch die Wüste.

Als die Kinder Israel Ägypten verlassen hatten und sich in der Wüste Nahrungsknappheit abzeichnete und das Volk darum zu murren begann, sandte Jahwe abends Unmengen von Wachteln, morgens das Manna, das wie Tau auf dem Land lag (2. Mose 16,11ff.), so reichlich, daß geboten wurde, keine Vorräte anzulegen. Zunächst ist (ißt) man´s zufrieden, doch später war man des Mannas überdrüssig und sehnte sich zurück zu Ägyptens Fleischtöpfen (4. Mose 11,6ff.).

Nach der Wüstenwanderung blieb das Manna aus, ab dem Passahfest von Gilgal ging Israel dazu über, das Getreide der Kanaaniter zu essen (Josua 5,10).

Im übertragenen Sinne wird der Begriff Manna für Gottes Gaben gebraucht.

Eine natürliche Erklärung für diese auch Honigtau genannte Nahrung fanden Forscher in im Sinaigebiet lebenden Schildläusen (Traputina mannipara u. Najacoccus serpentinus var. minor). Diese saugen an den dort wachsenden Tamarisken, einer Pflanzenart (Tamarix nilotica var. mannifera), und lassen den verdickten Saft als Nahrung für ihre Jungen zu Boden fallen (SCHIMITSCHEK, 1968, S. 18). Diese süß schmeckenden Mannakugeln dienen noch heute den Beduinen zur Ernährung.
Andere mannaspendende Pflanzen sind die Mannaeschen, die ihr Manna den Stichen von Zikaden verdanken.