| Juden | ||
(hebrä. Shelomo der Friedensreiche, griech. Salomon, arab. Sulaiman) Ein König von Groß-Israel (Israel, Juda und Jerusalem), der von 972/965-932/926 v. regierte. Berühmt ist der Sohn des David und der Bath-Seba, der eigentlich Jedidja hieß (2. Samuel 25), nicht nur als König und Bauherr des ersten Tempels, sondern auch als weiser Richter, Weisheitslehrer, Zauberer und Heiler.
Unter seiner Herrschaft blühte die Kultur. Salomo ließ einen prächtigen Palast errichten und nach Vorgaben seines Vorgängers David den Tempel in Jerusalem erbauen (1. Könige 5,15-7,51). Kulturelle und kaufmännische Beziehungen zu den Nachbarländern wurden gepflegt, besoders mit dem phönizischen Tyros. Ein Höhepunkt war der Besuch der Königin von Saba (1. Könige 10,1-13).
Naturwissenschaften und allerlei Weisheiten wurden am Hofe gepflegt. Bekannt ist Salomos Urteil, als er zwei um ein Kind streitenden Frauen anbietet, das Kind zu zerschneiden, daß jede eine Hälfte bekäme. Die richtige Mutter erkennt er daran, daß die nun bittet, der anderen das Kind lieber ganz und gar zu überlassen.
Beeinflußt von seinen 700 Haupt- und 300 Nebenfrauen ließ er in Israel alte Kulte der Nachbarstaaten, denen viele der Frauen entstammten, aufleben. Beispielsweise ließ er der Astarte ein Heiligtum errichten.
Das erregte den Zorn Gottes, der nach Salomos Tod Groß-Israel in das Nordreich Juda und das Südreich Israel zerfallen ließ.
An der Ostmauer des Tempelplatzes in Jerusalem steht eine kleine Moschee jüngeren Alters an jener Stelle, wo sich Salomo einst zum Sterben versteckt haben soll, damit die von ihm beherrschten Dämonen den Tod ihres Meisters nicht bemerkten. Erst als Gewürm den Stock zernagt hatte, auf den Salomo sich zuletzt gestützt hatte, fiel der Leichnam in sich zusammen und die bösen Geister hatten freie Bahn (Hedin 1918, S. 150).
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In arabischen Legenden heißt es, Salomos Siegel und der wahre Name Gottes seien auf seinem magischen Ring eingraviert. So wurde er in die Lage versetzt, den Dämonen zu befehlen.
Salomo soll auch Urheber einiger der besonders im Mittelalter verbreiteten Schwarzen Bücher gewesen sein.
Auch die Muslime verehren den Salomo. Bei ihnen gilt Sulaiman als Prophet des Allah.