Das Schwarze Netz - zum Anfangzurück
   Judentum / Altes Testament
 

Sara

(Sarai, hebr. „Fürstin”, „Herrin”, auch Serah o. Serai) Sie ist die Frau des Erzvaters Abrahams die nach langer Unfruchtbarkeit hochbetagt ein Kind gebar, den Isaak.

Sarai, die später auf Geheiß Gottes von Abraham Sara genannt wurde (1. Mose 17,15), stammte wie Abraham aus Chaldäa und zog mit ihm nach Kanaan. Als sie dieses Land wegen einer Teuerung verlassen und sich nach Ägypten wandten, gab Abraham sie als seine Schwester aus, weil er fürchtete, sonst erwürgt zu werden (1. Mose 12,10ff.).

Der schon länger kinderlos Gebliebenen wurde wurde wiederholt die Geburt eines Kindes verheißen. Wohl damit ihre Sippe schon vorher Nachwuchs erhält, gab Sara ihre Magd Hagar dem Abraham zum Weibe, der mit ihr den Ismael zeugte (1. Mose 16).

Bei der weiteren Wanderung der Sippe findet Abimelech Gefallen an der nicht mehr ganz jungen Sara und nimmt sie dem Abraham, aber Gott erscheint Abimelech und drohte ihm, so daß der ihm die Sara mit Gewinn wiedergab (1. Mose 20).

Endlich bekam Sara noch ihr Kind. Sie hatte bereits nicht mehr daran geglaubt, als Gott mit zwei Engeln in ihrem Haus eingekehrt war, bedachte sie dessen Versprechungen mit leisem Spott (1. Mose 18, 10-15). Aber tatsächlich wurde sie von Jahwe heimgesucht und gebar den Isaak (1. Mose 21, 1-2).

Im Alter von 127 Jahren starb Sara zu Kirhat-Abra, heute Hebron, wo Abraham sie begrub. Die Grabstelle wollten ihm die Einwohner des Landes schenken, doch bestand er darauf, dem Hethiter Ephron dafür 400 Lot Silber zu geben (1. Mose 23). In diesem Grab wurde er später auch selbst begraben. Noch heute wird die Höhle Machpela bei Hebron als Grabstätte dieser Stammeltern vorgeführt.

 

Die Christenheit führt die Sara im Kalender der Heiligen am 9. Oktober. Dargestellt wird sie als Matrone, oft mit Broten.

 

In alchemistischen Kreisen genießt Sara Hochachtung, weil sie in einer Höhle nahe Hebron das Grab des Hermes Trismegistos die legendenumwobene Tabula Smaragdina gefunden habe. Diese habe sie den steifen Fingern des Hermes entwunden (GEBELEIN (2000), S. 113).