| Judentum / Altes Testament | ||
Der Name bezeichnet den Widersacher oder den Feind, z. B. in 1. Samuel 29,4 oder in 1. Könige 5,18. Als Person tritt er beispielsweise im Buch Hiob auf, wo er anläßlich einer Zusammenkunft des göttlichen Hofstaats Gott trifft und für ihn den Glauben Hiobs auf die Probe stellt (Hiob 1-2), als Mitglied des göttlichen Hofstaats neben dem Engel erscheint er beim Propheten Sacharja (3.1).
Während Gott im vorexilischen Judentum selbst als Versucher auftrat, übernimmt dieses nach der babylonischen Gefangenschaft der Satan. So heißt es in 2.Samuel 24,1, der Zorn des Herrn sei wider Israel ergrimmt und er reizte David, eine Volkszählung zu veranlassen, die in eine Pestepidemie mündet. Im jüngeren Buch der Chronik ist es hingegen Satan, der David zu seiner Tat reizt (1. Chronik 21,1ff.)
Alttestamentarische Apokryphen machen den Satan zum Widersacher Gottes im Sinne eines Dualismus von Gut und Böse, der Gottes Plan zu durchkreuzen versucht. Wie Gott hat auch Satan als Haupt der Dämonen einen Hofstaat, namentlich erscheint er als Mastema, Belial (5.Mose 13f.), im Neuen Testament Beelzebub. Er und die Seinen streiten als Vertreter des Bösen gegen den Engel Michael und dessen Heerscharen.
> siehe auch den Artikel zur christlichen Satansvorstellung