Das Schwarze Netz - zum Anfang< zurück
 Kalender - Jahreslauf - Mai
 
 

1. Mai

Der Monat Mai, deutsch Wonnemond, trägt seinen Namen nach dem lateinischen Wort maius, ein Beiname des Gottes Jupiter.

 

Tierkreis

Heute Geborene leben im Zeichen Stier.

 

Festtage

Die Römer feierten vom 28. April bis zum 1. Mai die Florealia (GRIMM, 651f.).

Die Bayern feiern am 1. Mai ihr Hochfest der Maria, der Schutzfrau Bayerns als „Patrona Bavariae”. Dieser Titel geht auf Herzog Maximilian I. zurück, 1616 wurde ihr Fest für den 14. Mai eingeführt. Seit der Neuordnung des Kirchenkalenders nach dem Vaticanum findet das Fest am 1. Mai statt.

 

Walpurgis

In der Nacht zum 1. Mai, der Walpurgisnacht, treffen sich Hexen zum Hexensabbat. Wo Hexen abzuwehren oder zu vertreiben waren, klapperten abergläubische Christen in dieser Nacht mit Stahlgerät, verbrannten Strohpuppen oder ließen Glocken läuten.

Maifeier

Am 1. Mai wird in vielen Gemeinden der Maibaum als Symbol der Fruchtbarkeit errichtet. Dieser Baum wird in der Nacht zum 1. Mai gefällt, die dabei verwendete Säge zuvor mit Bier übergossen. Auf dem Dorfplatz wird der Baum bis zum Wipfel entrindet, entastet und reich geschmückt, besonders mit bunten Bändern. Während der Nacht wird der Maibaum bewacht, da ein beliebter Spaß ist, den Maibaum des Nachbardorfes zu entwenden und nur gegen gehörige Auslöse wiederherzugeben.

Kann der Maibaum glücklich aufgerichtet werden, feiert das ganze Dorf das Maifest. Besonders die jungen Männer versuchen, den Maibaum zu erklettern und eines der Bänder zu erhaschen, weil dies als Gewinn des Sommers gilt und Heirat und Kindersegen erhoffen lässt.

 

Die Römer feierten am 1. Mai die Laralia zu Ehren der öffentlich wirkenden Lares.

 

Erster Mai

Seit 1890 wird am 1. Mai von Gewerkschaften, Parteien und Arbeiterbünden der Tag der Arbeit gefeiert. Angeregt wurde dieser internationale Feiertag der Arbeit 1888 von der American Federation of Labor. Galt die Arbeitsruhe bis 1918 allerorten als Streik, so setzte er sich als Feiertag nach dem ersten Weltkrieg fast überall durch. Am 10. April 1933 erklärte Adolf Hitler den 1. Mai zum „Tag der nationalen Arbeit”, seither ist er in Deutschland gesetzlicher Feiertag. Im Land der Ideengeber, den USA, fällt der „Labor Day” auf den jeweils ersten Montag des September und ist nicht arbeitsfrei.

 

An einem 1. Mai landete Bile, der Stammvater der Iren in Irland, um den Tod der Göttin Ith zu rächen.

Mordred, der den König Artus tötet, wird an einem 1. Mai geboren.

Am 1. Mai 1776 soll Adam Weishaupt in Ingolstadt (Bayern) einen Geheimbund gegründet haben, der zuerst Perfektibilisten, dann Bienenorden, schließlich Illuminaten genannt wurde.

 

Namenspatrone

Aldebrand, Arnold, Asaph, Augustin, Bertha, Brioc, Evermar, Jeremias, Josef der Arbeiter, Markulf, Maximilian, Peregrinus, Philipp, Richard, Romanus, Sigismund von Burgund, Theodard

 

Bauernregel

„So viele Fröste vor Sankt Wenzeslaus (28. September) fallen,
so viele werden nach Philippi und Jakobi (25. Juli) folgen.”

 

Am 1. Mai soll es Glück bringen, im Knopfloch ein Maiglöckchen zu tragen.

 

zum 30. April | zum 2. Mai