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| Kalender - Jahreslauf - November | |
Dieser Monat trägt seinen Namen nach der römischen Zahl Neun. Er war im alten römischen Kalender der neunte Monat.
Im Deutschen heißt er Windmonat, Nebelung oder Nebelmonat.
Heute Geborene leben im Skorpion.
Allerheiligen bildet mit Allerseelen am 2. November zwei Tage katholischer Totenfeier. Gräber werden mit Blumen und Windlichtern geschmückt.
Im Osten reicht die christliche Allerheiligentradition mindestens ins 4. Jahrhundert zurück.
Dem Volksglauben nach werden mit dem Zwölf-Uhr-Läuten die Seelen dorthin reisen, wo sie einst als Menschen auf Erden weilten. Am kommenden 2. November werden sie spätestens zum Angelusläuten zurück in ihrem unterweltlichen Aufenthaltsort sein. Bei christlichen armen Seelen ist dieser das Fegefeuer.
In Nordamerika ziehen am Abend zum 1. November maskierte Kinder durch die Straßen von Haus zu Haus, um Süßigkeiten ("treats") zu erbitten. Werden sie abgewiesenen, treiben sie mit dem Geizigen Schabernack ("trick"). Nach Amerika gelangte dieses Brauchtum durch irische Einwanderer, die ihre keltische Tradition mit in die Neue Welt brachten. Die Kelten vertrieben zu Beginn des Winters, eben an Samhain, mit Maskeraden, Feuern und Opfern. Dieses Fest waren die Vigilen des Saman, der ein keltischer Todesgott ist. Von den USA kehrt Halloween zurück nach Europa, wo es sich besonders bei der tanzenden Jugend einiger Beliebtheit erfreut.
Wenn die Jahreszeit wechseln, so heißt es, erstehen Brüche im Gefüge von Raum und Zeit. Die Fugen ermöglichen den Übergang zwischen den Welten und es kann zu vermehrten Begegnungen zwischen Geistern und Sterblichen kommen.
Ein Mädchen, daß in der Nacht zum 1. November vor einem Spiegel einen Apfel schält, kann im Spiegelbild ihren späteren Gatten erkennen.
Achahildis (Atza), Arthur, Boso, Dietburg, Floribert, Gudmund, Hartmann, Kosmas und Damian, Luitpold, Lupus, Nikolaus, Rainer, Rupert, Sarmannina, Sidonius, Vigor, Wolfhold
An diesem Tag soll das Wetter entweder noch einmal sehr mild werden (Altweibersommer) oder es hält allmählich der Winter Einzug:
Allerheiligen bringt den Nachsommer.
Alle-Heiligen sehen sich nach dem Winter um.
Wenns Allerheiligen schneit, leg deinen Pelz bereit.
Allerhilgen, sitt de Winter up den Tilgen.
(aus Holstein: Allerheiligen sitzt der Winter auf den Zweigen.)
Steckt Allerheiligen in der Pudelmütze, ist dem heiligen Martin (11.11.) der Pelz nichts nütze.
Wenn der Winter Allerheiligen nicht kommen mag, wartet er noch bis Martinstag (11.11.).
Snee’t Aller Hilligen langen un lat, dann leg din Unertüg parat.
(aus Holstein: Schneit es Allerheiligen, dann leg dein Unterzeug bereit.)
Allerheiligenreif macht zur Weihnacht alles steif.
Die Birke ist an diesem Tag Wetterzeiger:
Dazu geh in den Wald
nimm von der Birke einen Span,
und da siehst du es ihm gleich an, ob der Winter warm ist oder kalt:
Ist der Span trucken,
wird ein warmer Winter anrucken;
aber ist er naß genommen,
wird ein kalter Winter kommen.
(Wie’s Wetter wird 3, S. 45).
1. November 1896: Im Königreich Bayern wurde mit dem Schwarzen Einser die erste deutsche Briefmarke herausgegeben.
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