Das Schwarze Netz - zum Anfang< zurück
 Kalender - Jahreslauf - November
 
 

11. November

Dieser Monat trägt seinen Namen nach der römischen Zahl Neun. Er war im alten römischen Kalender der neunte Monat.
Im Deutschen heißt er Windmonat, Nebelung oder Nebelmonat.

Heute beginnt in Süd- und Westdeutschland die fünfte Jahreszeit, der Karneval. Helau und Alaaf!

 

Tierkreis

Heute Geborene leben im Skorpion.

 

Volksglauben und Brauchtum

Gern wird am heutigen Sankt-Martinstag die Martinsgans aufgetischt. Diese Sitte reicht in vorchristliche Zeit zurück, die Gans war in heidnischer Zeit ein Opfertier.

Das Orakeln aus der Martinsgeist hat die Christianisierung jedenfalls überstanden: „Martini kann man am brustbein der gans sehen, ob der winter kalt oder nicht wird, nachdem es weiß oder braun aussieht.” (GRIMM, A. 341, s. Bauernregeln)

Der heutige Tag gilt als einer der „guten Laßtage” als günstiger Zeitpunkt für den Aderlaß. An diesem Martinstag eingenommener Wein soll den Frauen zu Schönheit, dem Manne zu Kraft verhelfen.

Der 11. November gilt auch als einer der unglücklichen Tage. An ihm sollte nichts von Bedeutung unternommen werden (handschriftl. aus Stendal, KUHN u. SCHWARTZ, C. 460)

 

Namenspatrone

Agnes, Deusdedit, Hademunda, Heinrich, Martin, Menas, Theodor, Veranus

 

Bauernregeln

„Wolken am Martinitag, der Winter unbeständig werden mag.”

„Ist die Martinsgans am Brustbein braun,
wird man mehr Schnee als Kälte schaun.
Ist sie aber weiß,
kommt weniger Schnee und Eis.”

„Bringt Sankt Martin Sonnenschein,
tritt ein harter Winter ein.”

„Ist es um Martini trüb,
wird der Winter auch nicht lieb.”

aber:

„Wenn Nebel sind, wird der Winter gelind.”

Der Martinstag war früher auch Zahltag. Mägde und Knechte erhielten vom Bauern ihren Lohn, Pächter mußten ihren Zins errichten:

„Sankt Martin ist ein harter Mann,
für den, der nicht bezahlen kann.”

 

zum 10. November | zum 12. November