| Kalender - Monate - Dezember | ||
Im Dezember sollen Eisblumen blüh’n,
Weihnachten sei nur auf dem Tische grün.
Darum hofft man schon im Oktober auf Schnee im Dezember:
Viel Regen im Oktober, viel Schnee im Dezember.
Sogar Unwetter sind willkommen:
Sturm im Dezember und Schnee,
schreit der Bauer juchhe!
Die Witterung im Dezember soll ein genaues Spiegelbild des kommenden Juni sein, der ihm im Jahreskreis gegenüber liegt:
So kalt wie im Dezember, so heiß wird´s im Juni. oder
Wie der Dezember pfeift, so tanzt der Juni.
Weitere Wetterregeln zum Dezember:
Advent schon Kält, sie achtzehn Wochen hält.
Ein dunkler Dezember deutet auf ein gutes Jahr,
ein nasser macht es unfruchtbar.
Je dunkler es über’m Dezemberschnee war,
je mehr leuchtet Segen im kommenden Jahr.
Vor Weihnacht viel Wasser,
nach Johanni (24. Juni) kein Brot.
Donnerts im Dezember gar,
kommt viel Wind das nächste Jahr.
Fließt im Dezember noch der Birken Saft,
dann wird´s ein Winter ohne Kraft.
Dezember veränderlich und lind,
ist der ganze Winter ein Kind.
Je dicker das Eis um Weihnacht liegt,
je zeitiger der Bauer Frühling kriegt.
Silvesterabend (31. Dez.) und warme Sunnen,
wirft jede Hoffnung in den Brunnen.
Uneins sind sich Ackermann und Winzer, wie der Dezember wettermäßig ausfallen möge:
Dezember kalt mit Schnee
gibt Korn auf jeder Höh’.
Und:
Wenn im Dezember der Weinstock trocken einfriert,
so kann er mehr Kälte vertragen als ein Fichtenbaum.
Beiderlei Berufe hoffen aber auf kalten Winterbeginn:
Kalter Dezember — zeitiger Frühling.
Im Dezember sollen Eisblumen blühn,
Weihnachten sei nur auf dem Tische grün.
Wetterregeln zu bestimmten Terminen (Wetterlostage) finden sich in den Artikeln zu den jeweiligen Tagen (siehe Kalenderblatt im Artikel zum Dezember). Von besonderer Bedeutung sind das Weihnachtswetter (s. a. 24., 25., 26. Dezember) und das Wetter zu Silvester (31. Dezember).