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 Kalender - Monate - Januar
 
 

Bauern- und Wetterregeln zum Januar

Der Januar gilt in Mitteleuropa als kältester Monat:

„Der Winter ist ein böser Meister und der Januar sein bester Geselle.”

Herrscht im Januar trockene, sonnige Kälte, so soll dieses auf Schnee im Folgemonat und eine kommende gute Ernte hinweisen. Erwünscht ist auch eine Schneedecke, die die Erde vor weiterer Auskühlung schützt. Weniger erwünscht ist dagegen Regen, der im Boden gefrieren und so die auf den Frühling wartende Saat schädigen könnte, wenigstens wird der Boden ausgekühlt und es wird im Frühling alles etwas später zu keimen beginnen.

Gibt’s im Januar Wind von Osten, tut die Erde langsam frosten.

„Ist der Januar hell und weiß,
kommt der Frühling ohne Eis,
wird der Sommer sicher heiß.”

„Knarr’n im Januar Eis und Schnee,
gibt’s zur Ernt’ viel Korn und Klee.”

„Der Januar muß vor Kälte krachen,
dann wird der Frühling lachen.”

„Januar je kälter und heller, Scheune und Fass um so völler.”

„Eis und Schnee im Januar, künden ein gesegnet’ Jahr.”

„Reichlich Schnee im Januar
macht den Dung fürs ganze Jahr.”

„Januar Schnee zuhauf,
Bauer hält die Säcke auf.”

„Je frostiger der Januar,
je freudiger das ganze Jahr.”

Januar hart und rau,
wohl gerät Getreidebau.

„Viel Regen, wenig Schnee,
tut Äckern und Bauern weh.”

„Anfang und Ende vom Januar,
zeigen das Wetter fürs ganze Jahr.”

„Auf trockenen, kalten Januar,
folgt viel Schnee im Februar.”

„Der Januar muß krachen,
soll der Frühling lachen.”

Januar muss knacken, soll die Ernte gut sacken.

Ist der Januar frostig und kalt,
lockt uns bald der grüne Wald.

„Donnert es im Januar,
mehret schnell der Fässer Schar.”

„Januar warm, Gott erbarm.”

„Januar ganz ohne Schnee
tut Bäumen, Bergen, Tälern weh.”

„Kommt der Frost im Januar nicht,
zeigt im Lenz er sein Gesicht.”

„Gelinder Januar bringt spätes Frühjahr.”

Kommt der Frost im Jänner nicht, zeigt im März er sein Gesicht.

„Fehlen dem Januar Schnee und Frost,
gibt der März nur wenig Trost.”

„Lässt der Januar Regen fallen, lässt der Lenz es gefrieren.”

„Wenn’s um Neujahr Regen gibt,
oft um Ostern Schnee noch stiebt.”

„So viele Tropfen im Januar,
so viel Schnee im Mai.”

„Ist der Januar nass,
bleibt leer das Faß.”

„Steh’n im Januar Nebel gar,
wird das Frühjahr naß fürwahr.”

„Januarnebel — Märzenschnee”

Nebel im Januar — nasses Frühjahr.”

„Wirft der Maulwurf im Januar,
dauert der Winter bis Mai sogar.”

„Tanzen im Januar die Mücken,
muß der Bauer nach dem Futter gücken.”

„Wächst das Gras im Januar,
ist’s im Sommer in Gefahr.”

„Wenn im Januar der Südwind brüllt,
dann werden die Kirchhöfe schnell gefüllt.”

Wenn der Januar viel Regen bringt, werden die Gottesäcker gedüngt.

Das Wetter am Anfang und am Ende des Januar soll auf die Witterung des ganzen Jahres deuten:

Morgenrot am ersten Tag — Unwetter bringt und große Plag’.”

Morgenröte im Januar — viel Gewitter im Sommer.

„Wenn es zu Neujahr schneit, gibt es viele Bienenschwärme.” (aus Ostpreußen)

Diese Regeln sollen aber nur dann gültig sein, wenn es am 6. Januar trocken ist.

Wind im Januar:

„Gibt's im Januar Wind von Osten, tut die Erde langsam frosten.”

„Wenn im Jänner Nordwind fegt, die Lebensgeister werd’n bewegt.”

 

Wetterregeln zu bestimmten Terminen (Wetterlostage) finden sich in den Artikeln zu den jeweiligen Tagen. Wichtige Wetterlostage im Januar sind besonders Neujahr (1. Januar), Dreikönig (6. Januar), Antonius (17. Januar) und Pauli Bekehrung (25. Januar).

 

=>siehe auch „der Garten im Januar”