| Kalender - Monate - Juni | ||
In Mitteleuropa ist Mitte Juni die Schafskälte gefürchtet. Fast immer dringt zwischen dem 10. und 14. Juni feuchtkalte Meeresluft ins Binnenland vor, die eine Abkühlung auf nahe Null bringen kann. Frisch geschorene Schafe sind in dieser Zeit mit dem Tode durch Erkältung bedroht (MICHELS, Abendrot Schönwetterbot).
Wenn kalt und nass der Juni war,
verdirbt er meist das ganze Jahr.
Raureif in der Juninacht,
dem Bauern viele Sorgen macht.
Bleibt der Juni kühl,
wird’s dem Bauern schwül.
Wo das Glühwürmchen heimisch ist, achtet der Landmann auf dessen Verhalten. Hält es sich bis Johanni (24. Juni) verborgen, dann bleibt es kühl und feucht:
Donnerwetter sind andererseits erwünscht:
Wettert der Juni mit ganzem Zorn,
bringt er dafür reichlich Korn.
Ob es im Juni zu Gewittern kommt, soll man schon am Märzwetter erkennen können:
So viel der März an Nebeln macht,
so oft im Juni Donner kracht.
Verbirgt sich das Tierchen bis Johanni und weiter,
wirds Wetter einstweilen nicht warm und nicht heiter. (Abendrot Schönwetterbot)