| Kalender - Woche | ||
ahd. Montac, Mantac, dt. Mondtag, dän. Mandag, engl. Monday, lat. dies Lunae, ital. Lunedi, span. Lunes, frz. Lundi
Bei den Römern war dieser Tag als Dies Lunae der zweite Wochentag, benannt nach der Mondgöttin Luna. Der Montag (ahd. manatac Mondtag, engl. Monday) nach dem Mani (mâno) benannt, der Personifikation des Mondes bei den Germanen, dem die römische Luna gleichgesetzt wurde (BELLINGER, 296f.).
Als Tag des Mondes steht der Montag astrologisch insgesamt unter dem Einfluß des Mondes.
Im Aberglauben heißt es man muß auf keinem montag in den dienst treten, in ein haus ziehen oder sonst was beginnen, solches wird sonst nicht wochenalt (GRIMM, A. 1140)
Ganz ähnlich lautet die Feststellung: was man montags beginnt, wird nicht wochenalt, daher auf diesen tag keine hochzeit und keine wäsche anzustellen ist (ebd., A. 821)
Auch in Stendal sagte man, man dürfe an einem Montag nicht umziehen, sonst gehe die Wirtschaft zurück. Ein Dienstbote, welcher an einem Montag einziehe, sei bald wieder fort. (KUHN u. SCHWARTZ, C. 420)
Niest man nüchtern am Montag, so deutet das auf ein Geschenk (Sechstes und siebentes Buch Mosis, 134).
wer eines montags drei stunden nach sonnenaufgang zur zeit der sommernachtgleiche geboren ist, kann mit geistern umgehen. (GRIMM, A. 810)
In Osterode am Harz hieß es: montag soll man nichts ausleihen, beim kauf nichts schuldig bleiben, auch keinen strumpf links antun. (GRIMM, A. 771)
Was für Dienstboten gilt (s. o.), das soll auch für das Wetter gelten — Montagswetter ist unbeständig:
Montag wird kein wochenalt.
Mandag slaker, dai ganße Wak wacker.
(Schlackert es auch am Montag, so kann die Woche dennoch schön werden.)
Dunkler Montag — helle Woche.
An einem Montag soll man keine Kartoffeln pflanzen, da sie sonst madig werden (Das sechste und siebente Buch Mosis, 136).